Politik & Wirtschaft

"Ausgewiesener Experte im Bereich des internationalen Handels" übernimmt © ifo Institut/Romy Vinogradova
"Ausgewiesener Experte im Bereich des internationalen Handels" übernimmt © ifo Institut/Romy Vinogradova

APA

Österreicher Felbermayr folgt 2019 auf Snower an IfW-Spitze

10.09.2018

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) wirbt seinen neuen Präsidenten vom Münchner Ifo-Institut ab. Der Österreicher Gabriel Felbermayr, derzeit Leiter des Münchner Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, übernimmt die Leitung des Hauses im März 2019. Der 42-Jährige wird damit Nachfolger des Amerikaners Dennis Snower (67), der das IfW seit 2004 leitet und Anfang kommenden Jahres in Pension geht.

"Mein Ziel ist es mitzuhelfen, Kiel zu einem führenden Ort der weltwirtschaftlichen Forschung in Europa zu machen", sagte Felbermayr. Der Präsident der Kieler Christian-Albrechts-Universität, Lutz Kipp, bezeichnete ihn als "ausgewiesenen Experten im Bereich des internationalen Handels". Die Hochschule sei überzeugt, dass er "schon bald neue und sichtbare Akzente setzen wird".

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Wissenschaftsministerin Karin Prien zeigten sich erfreut. Mit Felbermayr sei ein Experte gewonnen worden, der sowohl wissenschaftlich als auch in der Politikberatung und für die Leitung einer großen Forschungseinrichtung hervorragend geeignet sei. Er beziehe schon jetzt regelmäßig zu wichtigen Themen wie Zöllen, Exportkrediten und Freihandelsabkommen Stellung und wirke beratend in Politik und Gesellschaft.

Ifo-Präsident zeigt Verständnis

Ifo-Präsident Clemens Fuest äußerte Verständnis für den Weggang seines Kollegen in Richtung Norden. "Wir bedauern, dass Gabriel Felbermayr uns verlässt, aber seine Berufung ist auch Zeichen der Wertschätzung für das Ifo und seine Wissenschaftler."

Das deutsche Institut für Weltwirtschaft zählt rund 170 Beschäftigte, darunter 95 Wissenschaftler. Das Jahresbudget liegt bei 14,5 Millionen Euro. Die Grundfinanzierung wird getragen vom Bund und der Gemeinschaft der Bundesländer. Hinzu kommen Drittmittel für Forschungsvorhaben und Projekte.

Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung