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Gründer und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet © BMWFW/Martin Lusser
Gründer und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet © BMWFW/Martin Lusser

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Österreichischer Gründerpreis "Phönix" an Start-ups vergeben

30.11.2017

Der vom Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium vergebene Gründerpreis Phönix wurde in Wien verliehen. In fünf Kategorien wurden wirtschaftlich erfolgreiche Start-ups, Spin-offs und Prototypen ausgezeichnet. Die Sieger erhielten die Teilnahme als Experten bei einem einschlägigen internationalen oder nationalen Event im Wert von 5.000 Euro.

Sieger in der Kategorie "Spin-off" wurde die Grazer incubed IT GmbH, die mit ihrer Softwarelösung einer Flotte von autonomen mobilen Robotern ermöglicht, sich ohne Vorgabe eines Weges in einem Gebäude zu einem Ziel zu bewegen. Dabei sorgt eine zentrale Instanz für die optimale Verteilung der Aufträge an alle Roboter. Bei maximaler Flexibilität werden so Transportkosten gering gehalten.

In der Kategorie "Business" wurde die Linzer surgebright GmbH (OÖ) ausgezeichnet. Das Start-up hat medizinische Schrauben aus humanem kortikalem Knochengewebe entwickelt. Die Schrauben müssen nach Knochenbrüchen nicht mehr entfernt werden, Patienten wird eine weitere Operation und mögliches Infektionsrisiko erspart.

Fotobücher, Mini-Motoren und Bienenwaben

In der Kategorie "Frauen" gewann Bianca Busetti, Mitgründerin der App "Journi", die laut Aussendung momentan schnellst wachsende App im Tagebuch- und Blogging-Bereich in Europa. Mithilfe von künstlicher Intelligenz ermöglicht es "Journi", anhand der User-Daten automatisch das optimale Layout für Fotobücher etwa von Reisen zu finden.

Die Villacher NiLAB GmbH entschied die Kategorie "Start-up International" mit ihrer Entwicklung von elektrischen Mini-Motoren für sich, die bei Maschinenherstellern gefragt sind. Die ursprüngliche Geschäftsidee wurde in Italien entwickelt und durch Unternehmensgründung in Österreich umgesetzt.

Sieger der Kategorie "Prototyp" wurde die Technische Universität (TU) Wien. Die von der Chemikerin Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie der TU Wien durchgeführten Versuche ermöglichen die Herstellung von hochkristallinen Polyimid-Membranen mit Bienenwabenstruktur. Solche Waben könnten in der Flugzeug- und Automobilindustrie, für die Wasseraufbereitung, in Gastrennanlagen oder für Brennstoffzellen eingesetzt werden.

Service: www.aws.at/phoenix

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