Politik & Wirtschaft

Gagarin kam 1968 bei einem Testflug ums Leben © APA (AFP)
Gagarin kam 1968 bei einem Testflug ums Leben © APA (AFP)

APA

Russland ist zum Tag der Raumfahrt im Gagarin-Fieber

11.04.2018

Mit bunten Retro-Plakaten, TV-Clips und Gedenkfeiern begeht Russland am Donnerstag (12. April) den Tag der Raumfahrt. Zu Ehren des Weltraumpioniers Juri Gagarin wurde das Zentrum von Moskau mit Hunderten Bildern im Stil sowjetischer Propagandaplakate geschmückt. In Schulen und Kindergärten der stolzen Raumfahrtnation Russland ist spezieller Unterricht mit dem Titel "Der Kosmos sind wir" geplant.

Am 12. April 1961 war der sowjetische Offizier Gagarin als erster Mensch ins All geflogen. Mit seiner "Wostok"-Kapsel umrundete er die Erde in 108 Minuten. Der Flug machte den damals 27-jährigen Kampfpiloten zu einer Legende. Die Moskauer Propaganda nutzte ihren "Kolumbus des Kosmos" als Symbol für die Leistungsfähigkeit des Kommunismus inmitten des Kalten Krieges.

Nationale Ikone

Bis heute ist Gagarin, der am 27. März 1968 bei einem Testflug ums Leben kam, eine nationale Ikone. Das Bildnis des charismatischen Oberst mit dem bubenhaften Lächeln ziert unzählige Tassen und T-Shirts. Im ganzen Land erinnern Statuen an ihn.

Die Raumfahrtbehörde Roskosmos kündigte an, von Gagarins Landesplatz im Gebiet Saratow aus solle am Donnerstag ein Modell der "Wostok"-Kapsel im Maßstab 1:20 in den Himmel geschossen werden. Zudem soll in Moskau eine neue Raumfahrtausstellung eröffnet werden.

Der Tag der Raumfahrt wurde früher vor allem in den Staaten des Ostblocks begangen. 2011 erklärten die Vereinten Nationen den 12. April zum Internationalen Tag der bemannten Raumfahrt.

STICHWÖRTER
Raumfahrt  | Feierlichkeiten  | Russland  | Moskau  | Wissenschaft  | Forschung  | Wissenschaftsmissionen  | Kunst & Kultur  | Kultur  |
Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung