Politik & Wirtschaft

(v.l.n.r.): Sven Thönes, Patrizia Zoller-Frischauf, Eva-Maria Hänel und Harald Gohm © Standortagentur Tirol
(v.l.n.r.): Sven Thönes, Patrizia Zoller-Frischauf, Eva-Maria Hänel und Harald Gohm © Standortagentur Tirol

APA

Standortagentur Tirol betreute 26 Betriebsansiedelungen im Jahr 2016

15.03.2017

Die Standortagentur Tirol hat im Jahr 2016 insgesamt 104 Interessenten in standortrelevanten Fragen betreut. Davon siedelten sich 26 Betriebe in Tirol an, "was einen neuen Rekord" bedeutet, unterstrich die zuständige Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) kürzlich bei einer Pressekonferenz. Die Erstinvestitionen der Unternehmen betrugen 13 Mio. Euro.

"In den ersten beiden Jahren wollen sie 179 Arbeitsplätze schaffen", sagte Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur, die über ein jährliches Budget von 3,5 Mio. Euro verfügt und im Auftrag des Landes für die Entwicklung und Vermarktung des Tiroler Standortes verantwortlich ist. Rund ein Drittel des Budgets wird laut Gohm für den Bereich Betriebsansiedelungen verwendet. Der Rest stehe für die Betreuung bereits angesiedelter Unternehmen zur Verfügung.

Viele Start-ups

"Wir begleiten und beraten Betriebe, außerdem verfügen wir über ein Netzwerk von 80 Investoren", erklärte Zoller-Frischauf: "Sie werden von uns immer wieder mit neuen Ideen junger Unternehmer versorgt". Rund ein Viertel der 2016 angesiedelten Betriebe sind Start-ups, so die Wirtschaftslandesrätin: "Damit liegen wir weit über dem Österreichschnitt von sechs Prozent". Sieben Unternehmen kommen darüber hinaus aus dem Bereich "Forschung & Entwicklung". Daran könne man ablesen, dass Tirol für hoch qualifizierte Arbeitsplätze stehe, was wichtig für einen "erfolgreichen Standort" sei.

Als Beispiel für eine gelungene Ansiedelung im Themenfeld Digitalisierung wurde das Unternehmen "Speed U Up" präsentiert, das ein Spin-Out der Münchner Kapthon AG ist und touristischen Anbietern Lösungen im Bereich digitaler Technologien bietet. Man habe bewusst den Tiroler Standort gewählt, weil er alpiner Tourismuspionier ist, erklärte Sven Thönes, Mitgründer der "Speed U Up" und Vorstandsmitglieder der Kapthon AG. Die Phase des Beginns sei jedoch von "Misserfolgen" gezeichnet gewesen, die etwa mit Mentalitätsunterschieden oder mit dem bürokratischen Aufwand zusammen hingen. "Wir brauchten lokale Erfahrung und Netzwerke sowie Hilfe bei der Zusammenarbeit mit Behörden", so Thönes. Bei all diesen Punkten habe die Standortagentur geholfen.

Die Standortagentur selbst werde künftig verstärkt auf "Incoming Events" setzen, so Gohm, schließlich könne man die Chancen am Standort Tirol vor Ort wirkungsvoller vermitteln als im Ausland. Als Beispiel für derartige Events nannte der Geschäftsführer das "Go Tirol Programm", das Anfang April über die Bühne gehen wird. Zu dem Event wurden zehn europäische Start-ups mit innovativen touristischen Anwendungen und Technologien eingeladen, um Tirol als attraktiven Standort kennenzulernen.

STICHWÖRTER
Start-ups  | Unternehmen  | Arbeit  | Innovationen  | Tirol  | Bez. Innsbruck  | Innsbruck  | Wirtschaft und Finanzen  | Unternehmensstrategie  | Branchen  | IT  |
Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung