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Stichwort: Wissenschaftsfonds FWF

05.09.2018

Der Wissenschaftsfonds FWF ist die zentrale Einrichtung in Österreich zur Förderung der Grundlagenforschung. Im Vorjahr hat der Fonds 642 Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von 217,3 Mio. Euro neu bewilligt. Damit finanzierte der FWF 4.078 in der Wissenschaft tätige Personen. In den 50 Jahren seines Bestehens hat der Fonds in Summe rund vier Mrd. Euro für Grundlagenforschung aufgewendet.

Mit dem am 25. Oktober 1967 vom österreichischen Nationalrat beschlossenen Forschungsförderungsgesetz wurde der FWF als Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung als eigene Rechtspersönlichkeit gegründet, die konstituierende Sitzung fand am 4. März 1968 statt. Bis heute hat sich der FWF diese Unabhängigkeit bewahrt.

Neben einzelnen Forschungsprojekten fördert der FWF u.a. größere Spezialforschungsbereiche, Doktoratskollegs, Karrieren hoch qualifizierter Wissenschafter etwa mit Schrödinger-Auslandsstipendien und zeichnet herausragende Nachwuchs- und etablierte Wissenschafter mit den Start- und Wittgensteinpreisen aus.

Alle Förderungen bzw. Auszeichnungen werden ausschließlich auf Basis internationaler Gutachten vergeben. Die Entscheidung über die Förderung wird vom FWF-Kuratorium gefällt, das sich aus Fachreferenten für die verschiedenen Wissenschaftsgebiete zusammensetzt. Gewählt werden die Kuratoriumsmitglieder von der Delegiertenversammlung, in der Vertreter der Unis und Forschungseinrichtungen sitzen.

Die Nachfrage nach FWF-Mitteln ist deutlich höher als das zur Verfügung stehende Budget: 2017 wurden Projekte im Ausmaß von 875 Mio. Euro beantragt, tatsächlich konnten nur 217,3 Mio. Euro vergeben werden.

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