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Universitätsrat der TU Graz © TU GRAZ
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TU Graz-Universitätsrat konstituiert: Karin Schaupp ist Vorsitzende

27.04.2018

In seiner Sitzung am 26. April wählte der neue Universitätsrat der TU Graz Karin Schaupp an die Spitze des wichtigen Leitungsgremiums, stellvertretender Vorsitzender ist Jochen Pildner-Steinburg. Bereits am 26. März wurde Jochen Pildner-Steinburg zum siebten Mitglied gewählt.

Damit ist der Universitätsrat der TU Graz vollzählig. Schon im Juni 2017 wählte der Senat der TU Graz drei Mitglieder: Neu im Universitätsrat sind Günther Löschnigg und Renée Schroeder, wiederbestellt wurde Karin Schaupp. Am 21. Februar ernannte die Bundesregierung Gabriele Krenn für weitere fünf Jahre, neu bestellt sind Reinhard Kienberger und Johann Precht.

Der Universitätsrat ist als oberstes, begleitendes und vorausschauendes Aufsichtsorgan der Universität installiert. Die wichtigsten Entscheidungen der Universitätsleitung bedürfen der Genehmigung des Universitätsrates. Seine Mitglieder kommen aus verschiedenen verantwortungsvollen Positionen in der Gesellschaft, insbesondere Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft. Das Gremium besteht an der TU Graz aus sieben Personen, wobei drei der Senat und drei die Bundesregierung benennt. Diese sechs Personen wählen dann das siebte Mitglied und den Vorsitz. Die Funktionsperiode des neuen Universitätsrates hat am 1. März 2018 begonnen und dauert fünf Jahre.

Die Universitätsrätinnen und -räte der TU Graz im Portrait

Die Vorsitzende: Universitätsrätin Karin Schaupp

Karin Schaupp ist seit 2003 als freie selbständige Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt Innovationstransfer und Strategische Unternehmensentwicklung tätig. Sie ist Mitglied im Akademierat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Professorin an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Die gebürtige Steirerin Karin Schaupp studierte Pharmazie an der Universität Graz, wo sie 1978 promovierte. Karin Schaupp war Hochschulassistentin und trat danach in die Pharma-Industrie ein. Nach unterschiedlichen Funktionen im internationalen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktmanagementbereich wechselte sie in das Management und war nach Geschäftsführungs- und Regionalleitungspositionen zuletzt Mitglied des Vorstandes der Fresenius Kabi AG in Bad Homburg mit weltweiter Geschäftsverantwortung. Karin Schaupp war bis September 2015 Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) und ist darüber hinaus in verschiedenen Aufsichtsgremien aktiv. Seit 2016 ist sie Mitglied im Beirat der Fraunhofer Austria Research GmbH und im Akademierat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Im Oktober 2014 wurde Karin Schaupp an der Karl-Franzens-Universität Graz zur Universitätsprofessorin für Angewandte Unternehmensführung im Bereich Innovationsmanagement und Technologietransfer berufen.

Der stellvertretende Vorsitzende: Universitätsrat Jochen Pildner-Steinburg

Jochen Pildner-Steinburg ist geschäftsführender Gesellschafter der GAW Group sowie der AURUM-JPS Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsges.m.b.H. Seit 2016 ist er Ehrenpräsident der Industriellenvereinigung Steiermark.

Der Grazer Jochen Pildner-Steinburg studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Wien und Graz. Ab 1972 war er als kaufmännischer Angestellter im Familienunternehmen GAW (Grazer Armaturenwerk GmbH) tätig, einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe für industriellen Anlagen- und Maschinenbau. Von 1974 bis 2016 hatte er die alleinige Geschäftsführung inne. Jochen Pildner-Steinburg ist Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Österreich und war von 2004 bis 2016 Präsident der IV Steiermark. Zudem war er bis 2017 Vorsitzender der Innoregio Steiermark und von 2004 bis 2016 Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Steiermark. Jochen Pildner-Steinburg ist Ehrenmitglied des Wirtschaftsforums der Führungskräfte Steiermark, Obmann der Denkwerkstatt Steiermark und Vorsitzender des Verbandes für Standort und Gesellschaft Steiermark. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sattler AG und war fünf Jahre lang Mitglied des Universitätsrates der Medizinischen Universität Graz. Daneben ist Jochen Pildner-Steinburg auch Präsident des Grazer Eishockey-Clubs 99ers und Träger höchster Auszeichnungen des Landes Steiermark.

Universitätsrat Reinhard Kienberger

Reinhard Kienberger ist Professor für Experimentalphysik an der Technischen Universität München. Zudem leitet er seit 2006 eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching, dessen Fellow er seit 2014 ist. Der gebürtige Grazer Reinhard Kienberger studierte und promovierte (2002) an der TU Wien. Durch ein Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften verbrachte er 2004 ein Forschungsjahr an der Stanford University, am Stanford Linear Accelerator Laboratory. Im Rahmen des Exzellenzclusters Munich Centre for Advanced Photonics wurde er 2008 zum Professor für Experimentalphysik an die TUM berufen. Seit 2013 ist er Leiter des Lehrstuhls E11, Laser- und Röntgenphysik und Sprecher des Fakultätsgraduiertenzentrums.

Reinhard Kienberger forscht auf dem Gebiet der Attosekundenphysik. Zusammen mit seinem Team erzeugt er mit hochenergetischen Ultrakurzpulslasern die kürzesten Lichtpulse der Welt, die eine Dauer von etwa 80 Attosekunden aufweisen (eine Attosekunde beträgt 10-18 Sekunden). Mit diesen kurzen Pulsen können elektronische Prozesse in Atomen, Molekülen und Festkörpern zeitlich aufgelöst werden. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse versprechen Fortschritte in molekularer Elektronik, Biophysik, Photovoltaik und Nanosystemen. Reinhard Kienberger wurde u. a. mit dem Sofja-Kovalevskaja-Preis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, dem ICO-Preis der International Comission for Optics, der Ernst-Abbe-Medaille der Carl Zeiss Stiftung und dem Prize for Research in Laser Science and Applications der Europäischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Er erhielt einen ERC Starting Grant und einen ERC Consolidator Grant.

Universitätsrätin Gabriele Krenn

Gabriele Krenn ist seit 2008 Präsidentin der Steiermärkischen Rechtsanwaltskammer. Sie ist vornehmlich in den Bereichen Arbeits-bzw. Wirtschaftsrecht tätig und verfügt über Erfahrung in der rechtlichen Ausgestaltung von F&E-Kooperationen. Die Grazerin ist Absolventin von rechts- und sozialwissenschaftlichen Studien an der Karl-Franzens-Universität Graz und des Post Graduate Studiums "Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht" an der Hochschule St. Gallen. Nach ihrer Tätigkeit als Universitätsassistentin wurde Gabriele Krenn 1990 Rechtsanwältin. Nach langjähriger erfolgreicher Rechtsanwaltstätigkeit gründete sie 2012 gemeinsam mit Heinz Kallan die Anwaltei Krenn & Kallan.

Universitätsrat Günther Löschnigg

Günther Löschnigg ist Professor und Vorstand des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Professor am Institut für Universitätsrecht der Johannes Kepler Universität Linz. Zudem ist er Präsident der Grazer Juristischen Gesellschaft.

Günther Löschnigg ist gebürtiger Grazer und studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Rechtwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo er sich 1997 in Arbeitsrecht und Sozialrecht habilitierte. Seit 2008 ist Löschnigg Universitätsprofessor in Teilzeit am Institut für Universitätsrecht der Johannes Kepler Universität Linz und seit September 2012 Universitätsprofessor und Vorstand des Grazer Instituts für Arbeits- und Sozialrecht. Zudem ist Günther Löschnigg Präsident der Grazer Juristischen Gesellschaft und unterstützt in leitender Funktion mehrere Kulturinitiativen. Weiters ist er Mitherausgeber einer erfolgreichen Schriftenreihe zum österreichischen und internationalen Universitäts- und Hochschulrecht. Günther Löschnigg bekleidete im Laufe seiner Karriere zahlreiche universitäre Funktionen, so war er unter anderem Senatsmitglied an der Uni Graz und stellvertretender Vorsitzender des Fakultätskollegiums der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Betriebsausschusses. Regelmäßige Lehr- und Forschungsaufenthalte führten ihn an eine Vielzahl internationaler Universitäten, zuletzt an die Universität St. Gallen.

Universitätsrat Johann Precht

Johann Precht ist seit 2015 als Managementberater tätig, sein Schwerpunkt liegt auf der Förderung erneuerbarer Energien sowie europäischem Klima- und Energierecht. Als Lektor am Campus Wels der FH Oberösterreich hält er regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des internationalen Masterprogramms "Sustainable Energy Systems".

Johann Precht studierte Technische Mathematik in Wien und trat 1981 in die Verbund AG ein. Ab 1993 leitete er die Dienststelle Statistik des Bundeslastverteilers, von 1999 bis 2006 das Verbund Dispatch Center. Ab 1991 war er als Experte und Vorsitzender in internationalen Gremien der Energiewirtschaft aktiv. 2006 wurde Johann Precht im Rahmen eines französisch-österreichischen Joint Ventures als Vorstand mehrerer französischer Unternehmen der börsennotierten POWEO-Gruppe nach Paris entsandt. Dort zeichnete er bis 2015 operativ verantwortlich für ein umfangreiches Investitionsprogramm im Bereich erneuerbarer Energien. Von 2011 bis 2013 engagierte sich Johann Precht als Generalsekretär der POWEO-Stiftung mit einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro zugunsten von Projekten zur dezentralen Energie- und Wasserversorgung in 19 afrikanischen Ländern.

Universitätsrätin Renée Schroeder

Renée Schroeder ist seit 2005 Leiterin des Departements für Biochemie und Zellbiologie an den Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien. Dort hält sie seit 2007 eine Professur für RNA-Biochemie am Departement für Biochemie am Zentrum für Molekulare Biologie.

Renée Schroeder, geboren in Brasilien und aufgewachsen in der Steiermark, studierte Biochemie an der Universität Wien, wo sie 1981 promovierte. Nach Aufenthalten im Ausland, unter anderem durch ein Erwin-Schrödinger-Stipendium am New York State Department of Health in Albany (USA), habilitierte sich Renée Schroeder am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Wien. Sie war von 2001 bis 2005 Mitglied der Bioethik-Kommission der österreichischen Bundesregierung, von 2004 bis 2006 Vizedekanin der Fakultät für Lebenswissenschaften an der Universität Wien. Von 2005 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Renée Schroeder ist Trägerin zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Wittgenstein-Preises (2003) und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien (2015), und hat nebst vielen weiteren Publikationen mit "Die Erfindung des Menschen" das Wissenschaftsbuch 2017 verfasst.

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