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Die Siegerprojekte wurden im Rahmen einer Festveranstaltung prämiert © TÜV AUSTRIA/APA/Buchacher
Die Siegerprojekte wurden im Rahmen einer Festveranstaltung prämiert © TÜV AUSTRIA/APA/Buchacher

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TÜV Austria vergab Wissenschaftspreise an Ingenieursprojekte

24.10.2018

Schwungradspeicher in Fahrzeugen, vollautomatische Anhängerkupplungen, Phosphor-Gewinnung aus Klärschlamm: Der technische Sicherheitsdienstleister TÜV Austria hat kürzlich in Wien seinen diesjährigen, mit 15.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis an innovative Projekte aus den Bereichen Universitäten/Fachhochschulen, HTL und Unternehmenspraxis sowie Publikumspreise vergeben.

"Wenn wir wirtschaftlich erfolgreich bleiben wollen, brauchen wir neue Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Deswegen ist es wichtig, dass man Aktivitäten, die in diese Richtung gehen, eine Bühne gibt", sagte TÜV Austria-Geschäftsführer Stefan Haas im Rahmen der Preisverleihung an der Technischen Universität (TU) Wien. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hob die Wichtigkeit hervor, "ein Ökosystem zu schaffen, wo Start-ups, mittelständische Unternehmen und Leitbetriebe in einer guten Umgebung frei forschen und entwickeln können und sich auch gegenseitig ergänzen."

Alternative zu chemischen Batterien ausgezeichnet

In der mit 8.000 Euro dotierten Kategorie "Universitäten/Fachhochschulen" kürte die Jury Armin Buchroithner für seine Dissertation an der Technischen Universität Graz zum Sieger. Buchroithner beschäftigte sich darin mit dem effizienten Einsatz von Schwungradspeichern in Fahrzeugen - eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Batterien.

Der Preis in der Kategorie "HTL-Abschlussarbeiten" (dotiert mit 5.000 Euro) ging an Christoph Berger, Christoph Bohrn, Christoph Hirmann und Richard Lehr von der HTL Wien 3 Rennweg. Das Team entwickelte im Rahmen einer Diplomarbeit ein System, das einen Anhänger vollautomatisch zum Zugfahrzeug bewegen und einkuppeln lässt.

In der Kategorie "Unternehmenspraxis" reüssierte das Vorarlberger Unternehmen MITechnology. Alfred Edlinger entwickelte nach eigenen Angaben das weltweit erste Verfahren, das elementaren Phosphor aus Klärschlamm gewinnt und die Reste des Klärschlamms in Wertstoffe umwandelt. Dafür gab es 2.000 Euro.

Publikumspreise gingen an Thomas Bruckmüller, Patrick Jaritz (beide TU Wien); Magdalena Patzak und Stefan Hangler (HTL Braunau) sowie Blue Danube Robotics.

Eingereicht wurden dieses Jahr insgesamt 65 Projekte aus den Bereichen Sicherheit, Technik, Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit - darunter Lautsprecher mit besonders klarem Sound, Notbremsassistenten, Optimierungen für Photovoltaikanlagen, neuartige Synthesemethoden für Katalysatormaterialien, oder Machine-Learning-Algorithmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Bewertet wurden Diplomarbeiten und Dissertationen an technischen Universitäten und Fachhochschulen, HTL-Abschlussarbeiten sowie Entwicklungsprojekte in Unternehmen.

Service: Projekteinreichungen für den 8. TÜV Austria Wissenschaftspreis sind bis 30. Juni 2019 möglich: www.tuv.at/wissenschaftspreis.

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