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Die Schweiz als Innovations-Vorbild © APA (Schneider)
Die Schweiz als Innovations-Vorbild © APA (Schneider)

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Van der Bellen in der Schweiz: Nachhilfe in "Innovation"

17.02.2017

"Innovation liegt in unseren Genen", lautet der Slogan der Hoffmann-La Roche AG. "Wo Zukunft entsteht" jener der "ETH". Also unternahm Bundespräsident Alexander van der Bellen in Basel und Zürich zum Abschluss seines bilateralen Besuches in der Schweiz einen Ausflug in die Welt der Forschung und Wissenschaft, aber auch der Industrie.

Nicht ohne Hintergedanken. Schließlich kann Österreich von der Schweiz durchaus noch lernen, wie "Innovation" erfolgversprechend mit ökonomischen Unternehmensphilosophien verquickt werden könnten. Das hatte der ehemalige Wirtschaftsprofessor schon zuvor anlässlich seines Zusammentreffens mit der aktuellen Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bern insinuiert.

Das seit 1896 bestehende Health Care Unternehmen Roche versteht sich als global größtes Biotech-Unternehmen, das Medikamente entwickelt, "die Therapiestandards in den Bereichen Onkologie, Immunologie, Infektiologie, Augenheilkunde und Neurologie verbessert".

Forscher als Stars

Das Impulsreferat in Basel hielt bei Van der Bellens Besuch mit Roche-CEO Severin Schwan ein Österreicher. "Wir sind der Innovation auf Gedeih und Verderb ausgeliefert" sagte Schwan, weil die Patente für Medikamente nach 20 Jahren auslaufen und keinen Gewinn mehr bringen. "Die Stars bei uns sind die Forscher, weil wir fokussieren müssen, um Spitzenleistungen zu bringen."

Derzeit werde viel in die Alzheimer-Forschung und "die Ausrottung von Hepatitis C" investiert. Wenn ein Medikamentenwirkstoff aber doch nicht den gewünschten Erfolg bringe, würden Milliarden verloren gehen. Im gegenteiligen Fall seien die Chancen jedoch enorm. Voraussetzung für einen Erfolg der pharmazeutischen Industrie in der Schweiz sei jedoch auch die Verlässlichkeit bei der Zusammenarbeit mit Politik und Behörden, da es einen Grundkonsens gebe, dass Forschung und Innovation sehr wichtig ist.

"Networking-Apéro"

Die 1856 gegründete Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) wiederum ist eine der weltweit führenden technisch-naturwissenschaftlichen Universitäten. In Zürich wollte Van der Bellen mit dem ETH-Präsidenten Lino Guzzella zusammentreffen, um gemeinsam mit Studierenden Projekte an der Schnittstelle von Biochemie und Medizin kennenzulernen. Danach war bei einem "Networking-Apéro" ein Meinungsaustausch mit Landsleuten vorgesehen, die an der ETH als Studenten oder Lehrende tätig sind.

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