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Weltklimarat - Österreich laut Köstinger auf "sehr gutem Weg"

08.10.2018

Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sieht Österreich nach dem alarmierenden Bericht des Weltklimarats IPCC auf "sehr gutem Weg". Die Klima- und Energiestrategie der Regierung "zeigt den richtigen Weg auf, wie wir diese Reduktion des CO2-Ausstoßes zustande bringen können", sagte sie im Ö1-Mittagsjournal. Der IPCC-Bericht spreche klar an, dass es auch weltweites Handeln braucht.

"Jetzt ist es wichtig, dass wir auch in die Umsetzung gehen. Das betrifft vor allem die Bereiche Verkehr und Gebäude", betonte die Ministerin. "Ich bin überzeugt davon, dass wir es sehr wohl schaffen können", sagte sie angesprochen auf Kritik von Experten, mit den geplanten Maßnahmen sei eine Reduktion der CO2-Emissionen um 36 Prozent in Österreich nicht machbar. "Wir haben Maßnahmen aus der Klima- und Energiestrategie jetzt bereits vorgezogen, wie beispielsweise den Ausstieg aus Ölheizungen", erläuterte Köstinger.

Vereinfachungen bei Förderungen

Die Umweltministerin kündigte zudem Vereinfachungen bei Förderungen an. "Speziell was die thermische Sanierung betrifft, wurden die Fördervolumen in den letzten Jahren nicht ausgeschöpft, auch zum Teil, weil die Förderrichtlinien viel zu kompliziert und zu schwierig waren." Die Regierung habe sich zum Ziel gesetzt die Bürger nicht zu belasten. "Das was wir sehr wohl versuchen, ist eben Anreize zu schaffen", sagte Köstinger.

Dass die österreichische Industrie weitgehend klimaschonender arbeitet als die internationale, unterstrich der Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung, Peter Koren, anlässlich des Sonderberichts des Weltklimarats. Daher sei es gut, in Österreich und Europa mit strengen Umweltauflagen zu produzieren, sonst würden Jobs ausgelagert und Produkte mit noch höherem CO2-Gehalt importiert.

Die heimische Zementindustrie etwa erzeuge eine Tonne Zement mit Emissionen von rund 560 Kilogramm CO2, global würden bei einer Tonne Zement aber 650 Kilo CO2 anfallen, sagte Koren im Mittagsjournal des ORF-Radio. Das Ziel der Industrie sei es, pro erzeugtem Produkt weniger Energie zu verbrauchen bzw. weniger CO2 zu emittieren.

Der Klimawandel sei ein globales Phänomen und könne auch nur durch eine globale enorme Anstrengung bewältigt werden, betonte der IV-Vizegeneralsekretär. Europa sei nur für maximal zehn Prozent der Weltemissionen verantwortlich, könne also durch seine Verpflichtungen allein die Einhaltung globaler Ziele nicht sicherstellen. Länder wie Australien oder die USA sollten wieder ins Klimaboot geholt werden.

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