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Möglichkeiten zum Netzwerken © PROFACTOR
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Weltweite Trends rund um Additive Fertigung wurden in Steyr diskutiert

27.10.2017

Rund 130 Expertinnen und Experten aus aller Welt nahmen Ende September am Symposium Add+it teil. Bei der von der Johannes Kepler Universität Linz und dem Steyrer Forschungsunternehmen PROFACTOR organisierten Veranstaltung tauschten sich nicht nur Vertreter von Industrie und Wissenschaft zum State-of-the-Art in Sachen 3D-Druck aus. Erstmals wurden über einen eigenen Workshop auch Schüler eingebunden. Auch im kommenden Jahr wird die Veranstaltung in Steyr über die Bühne gehen.

"Das Format mit Sprechern aus der Praxis und aus der Forschung hat sich bewährt," sagt Zoltan Major, Professor am Institute for Polymer Product Engineering. "Es ist uns gelungen, internationale Referenten aus der Industrie als auch aus der Wissenschaft zu gewinnen - auch von außerhalb Europas. Dieser Mix ermöglicht uns, die globalen Trends rund um die additive Fertigung im Augen zu behalten und am Puls der Zeit zu sein."

Industrie mit großem Interesse an PROFACTOR

Einer der Trends wird unter anderem von PROFACTOR entwickelt. Mitveranstalter Thomas Fischinger von PROFACTOR präsentierte unter anderem Fortschritte aus dem dreijährigen Forschungsprojekt NextGen3D: "Der Druck von Polyolefinen, den wir in diesem Projekt entwickeln, hat sehr große Aufmerksamkeit erregt - insbesondere bei der Industrie. Bauteile aus diesem Werkstoff zeichnen sich durch hohe Widerstandsfähigkeit und Temperaturbeständigkeit aus."

Die JKU warf einen Blick in die Zukunft additiver Fertigungsverfahren

Zukunftsweisende Entwicklungen wurden auch von der Johannes Kepler Universität präsentiert: unter anderem die Entwicklung neuer digitaler Materialien. Anhand von Simulationen von Molekülinteraktionen können Eigenschaften von Nanoverbundwerkstoffen bestimmt werden.

Auch rund um die Produktentwicklung wurden zukunftsträchtige Entwicklungen vorgestellt. "Um additive Fertigungsverfahren für personalisierte Produkte wirtschaftlich nutzen zu können, muss bereits beim Design an den Fertigungsprozess und an die Automatisierung gedacht werden", sagt Martin Reiter, Forscher an der JKU. Die Zukunft der Entwicklung personalisierter Produkte sei vom Prinzip des partizipatorischen Designs abhängig. Dabei designen Nutzer und Ingenieure zusammen ein System, in dem beim Input der gewünschten Eigenschaften des Produktes automatisch ein fertiges Design erstellt wird, das dann in automatisierten Additiven Fertigungszentren wirtschaftlich hergestellt werden kann.

Zwei Schulen gewannen einen 3D-Drucker

Ausgezahlt hat sich das Rahmenprogramm der Add+it für zwei Schulen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, eine Brücke in einer Leichtbaukonstruktion zu entwickeln, die den höchsten Anforderungen an Stabilität erfüllt. Die Modelle wurden ausgedruckt und an der JKU einem Belastungstest unterzogen. Die HTL Wels und die HTL Waidhofen/Ybbs wurden für ihre Konstruktionen - die bis zu einer Belastung von 72 N/g standhielten - mit jeweils einem hochwertigen 3D-Drucker belohnt.

Der Anstoß zur Teilnahme von Schulen und zu dem Wettbewerb "Build your Bridge" stammt von Professor Major. "Es ist ganz wichtig, dass wir höhere Schulen bei dem Thema additive Fertigung einbinden, sonst verpassen wir den Zug bei dieser Zukunftstechnologie."

Add+it auch im kommenden Jahr in Steyr

Das Symposium soll auch im kommenden Jahr wieder in Steyr stattfinden. Fischinger: "Wir haben auch für das Ambiente der Stadt und der Location im Museum Arbeitswelt sehr gutes Feedback bekommen und auch mit einem - von der Upper Austrian Research GmbH gesponserten - Dinner für ein angenehmes Rahmenprogramm gesorgt."

Rückfragehinweis:
Dr. Thomas Fischinger
Functional Surfaces and Nanostructures
+43 7252 885 411
thomas.fischinger@profactor.at
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