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Wissenschaftsfonds FWF feiert zum 50er "Forschungsland Österreich"

05.09.2018

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens lädt der Wissenschaftsfonds FWF ab Samstag (8.9.) zum Wissenschaftsfestival "Be Open" in Wien. Unter dem Motto "Wecke deine Neugierde" präsentiert der FWF am Maria-Theresien-Platz Spitzenforschung aus Österreich und lädt bis kommenden Mittwoch (12.9.) bei freiem Eintritt zum Entdecken und Mitreden ein.

"Wir wollen einen möglichst guten und einfachen Dialog zwischen Grundlagenforschung und der Gesellschaft führen", sagte FWF-Präsident Klement Tockner vor Journalisten. Mit dem Festival feiere man nicht nur 50 Jahre FWF, sondern auch 50 Jahre Spitzenforschung in Österreich, die der Fonds ermögliche. "Die zentrale Botschaft ist: Wir sind ein Forschungsland und stolz darauf", betonte Tockner.

18 Pavillons

Bei dem Festival widmen sich 18 Pavillons zwischen Natur- und Kunsthistorischen Museum "zentralen Fragen unserer Gesellschaft", etwa "Klimawandel: Haben Gebirgsgletscher Zukunft?", "Was bringen 40.000 Jahre Migration?", "Wie entwickelt sich die Bevölkerung?" oder "Was können Stammzellen?". Dabei werden in Österreich tätige Spitzenforscher anhand von Objekten ihre Geschichten erzählen, darunter Allergieforscher Rudolf Valenta von der Medizin-Uni Wien, Artificial-Intelligence-Experte Gerhard Widmer von der Uni Linz, Stammzellforscher Jürgen Knoblich von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften oder Solarzellen-Experte Serdar Sariciftci.

In einer "Dialogarena" finden während der Veranstaltung zahlreiche Podiumsgespräche und Publikumsveranstaltungen statt. Dort wird die Veranstaltung am Samstag auch mit einer Matinee zum Thema "Freies Wissen für freie Menschen" eröffnet, an der Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), die deutsche Kulturwissenschafterin Aleida Assmann und Tockner teilnehmen. "Wir können gar nicht häufig genug betonen, dass wir eine unabhängige freie Wissenschaft benötigen", sagte der FWF-Chef.

Weiters gibt es in Kooperationen mit verschiedenen Einrichtungen Diskussionen, etwa zu den Themen "Wem vertrauen? Forschung zwischen Glaubwürdigkeit und Instrumentalisierung" (8.9., 18.00 Uhr), "Klimakrise: Letzte Chance, vorbei?" (9.9., 14.00 Uhr), "Wissenschaft auf dem Weg aus dem Elfenbeinturm" (10.9., 19.30 Uhr) oder "Inklusive Wissenschaft: Zum Für und Wider von Open Science und Citizen Science" (11.9., 15.00 Uhr).

Verleihung der Start- und Wittgensteinpreise

Zum Abschluss des Festivals, das zum Rahmenprogramm der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zählt, werden am Mittwoch die diesjährigen Start- und Wittgenstein-Preise verliehen, die höchstdotierten Wissenschaftsauszeichnungen in Österreich. Am Samstag und Sonntag gibt es Spezialführungen "Hinter die Kulissen des Naturhistorischen Museums Wien" und auch das Europäische Kernforschungslaboratorium CERN gastiert mit der Wanderausstellung "Der Code des Universums" über Hochenergie-Physik und Teilchenbeschleuniger am Maria-Theresien-Platz (bis 31.10.). Für Kinder gibt es u.a. zwei Physikmobile mit Experimenten und einen "Mini-Forschungsclub".

Wer noch nicht genug hat, kann beim "Wiener Forschungsfest" vom 14. bis 16. September im Veranstaltungsgelände "Creau" neben der U2 Station "Stadion" in Wiener Forschungsprojekte hineinschnuppern. 40 Stationen laden dabei zum Mitmachen ein. Dabei kann man Roboterhaut berühren, einen selbstfahrenden Elektrobus ausprobieren oder ein mobiles Pop-Up-Planetarium besuchen. Und am 28. September öffnet das Technologische Gewerbemuseum Wien (TGM) im Rahmen der "European Researchers' Night" (siehe Vorschau: http://go.apa.at/VfigAS27) seine Türen und bietet Forschungsstationen, Workshops sowie Speed Dating mit Forschern.

Service: "Be Open": www.fwf.ac.at/beopen; Wiener Forschungsfest: http://go.apa.at/KrUAyWIW; European Researchers' Night am TGM: http://sci4all.eu/de/schedule/; Vorschau: http://go.apa.at/VfigAS27

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