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Auszeichnung für einflussreiche Wissenschafterin und Wissenschaftspolitikerin © APA (Pfarrhofer)
Auszeichnung für einflussreiche Wissenschafterin und Wissenschaftspolitikerin © APA (Pfarrhofer)

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Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny erhält Leibniz-Medaille

29.06.2018

Bei der Festsitzung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 30. Juni wird die österreichische Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny (80) mit der Leibniz-Medaille 2018 ausgezeichnet. Die Akademie würdigt damit ihr "außerordentliches und erfolgreiches Engagement als Förderin wissenschaftlicher Forschung und Bildung sowie von Spitzenforschung und Lehre an den Universitäten".

Nowotny gehöre zu den einflussreichsten Wissenschaftern, Wissenschaftspolitikern und Intellektuellen unserer Zeit, heißt es in einer Aussendung der Akademie, und weiter: "Mit ihrem Lebenswerk hat sie auf das eindrücklichste demonstriert, dass es möglich ist, eigene wissenschaftliche Spitzenleistungen in produktiver Weise mit aktivem Wirken in Wissenschaftsorganisationen und in der Wissenschaftspolitik zu verbinden."

Nowotny, am 9. August 1937 in Wien geboren, absolvierte zunächst ein Jus-Studium, wandte sich dann aber der Soziologie und in den 1990er-Jahren der entstehenden Wissenschaftsforschung zu. Sie lehrte u. a. in Wien, Cambridge, Bielefeld und Budapest, war von 1998 bis 2002 Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftsphilosophie und -forschung an der ETH Zürich. Nowotny war u.a. sieben Jahre lang Vorsitzende des sozialwissenschaftlichen Komitees der European Science Foundation und von 2001 bis 2005 Vorsitzende des European Research Advisory Board (EURAB), dem höchsten Beratungsgremium der EU-Kommission in Sachen Forschung. Ende 2005 wurde sie Vizepräsidentin des neu geschaffenen Europäischen Forschungsrats (ERC), den sie von 2010 bis 2013 als Präsidentin leitete. Erst vergangene Woche wurde Nowotny mit einem Ehrendoktorat der Universität Oxford ausgezeichnet.

Neben Nowotny erhielt der Unternehmer Walter Wübben für seine "außergewöhnliche Förderung der Spitzenforschung in Berlin" die Leibniz-Medaille.

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