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Wissenschaftsrat für Entflechtung unkoordinierter Forschungsförderung

29.01.2018

Laut dem Wissenschaftsrat (ÖWR) leidet das heimische Forschungsförderungssystem an seiner Kleinteiligkeit, Mehrfachstrukturen und seiner "insgesamt zu wenig strategischen" Ausrichtung. Es fehle an Koordination im System und an Transparenz, was die Geldflüsse betrifft, hieß es in einer Aussendung, in der das Beratungsgremium eine "Entflechtung" des Fördersystems fordert.

"Strukturell diverse und thematisch unterschiedlich ausgerichtete Forschungsinstitutionen werden von einer unübersichtlichen Forschungsförderungslandschaft finanziert", so der ÖWR. Das System sei "durch unterschiedliche Dotierungen, uneinheitliche Anforderungen, Prozesse und Laufzeiten gekennzeichnet". Das habe eine "übertriebene Vielfalt von Fördertöpfen und Projektformen" zur Folge, die das "gesamte Forschungssystem schwächen". Dazu käme eine "administrative Überfrachtung" bei der Projektabwicklung, was zu einem Missverhältnis zwischen dem Finanzaufwand und der tatsächlichen Forschungsleistung führe. Die Geldflüsse in dem System seien zudem nur eingeschränkt nachvollziehbar.

Abhilfe würde laut der Einschätzung der Experten eine "Zusammenführung von Förderinstitutionen" bringen. Außerdem brauche es mehr Nachvollziehbarkeit, "insbesondere der Finanzierungen durch Bund und Länder". Überdies empfiehlt der ÖWR regelmäßige externe Evaluierungen der Förderinstitutionen.

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