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231 Wissenschafter werden mit 540 Mio. Euro gefördert © APA (dpa)
231 Wissenschafter werden mit 540 Mio. Euro gefördert © APA (dpa)

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Zehn "Advanced Grants" des ERC gehen heuer nach Österreich

07.04.2017

Zehn Wissenschafter an heimischen Forschungseinrichtungen können sich heuer über "Advanced Grants" des Europäischen Forschungsrats (ERC) freuen, wie der ERC zum Abschluss der aktuellen Vergaberunde mitteilte. Mit einer Förderung von jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro sollen anspruchsvolle und risikoreiche Projekte realisiert werden. Im vergangenen Jahr gingen elf Preise nach Österreich.

Die "Advanced Grants" stellen das "Flaggschiff-Programm" des ERC dar, mit dem die EU Grundlagenforschung fördert. In Summe wurden in der aktuellen Runde 231 etablierte Wissenschafter mit 540 Mio. Euro gefördert. Bei ungefähr 2.400 Anträgen lag die Erfolgsrate damit bei knapp unter zehn Prozent. Im vergangenen Jahr war diese Quote mit 14 Prozent noch deutlich höher, 2016 wurden allerdings auch 647 Mio. Euro ausgeschüttet. Die meisten Förderpreise gehen 2017 nach Deutschland (45), Großbritannien (41), in die Schweiz (25) und nach Frankreich (23).

Je zwei Grants an IST und IMP

Je zwei "Advanced Grants" gehen an das Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg (NÖ) und an das Wiener Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP). Am IST Austria können mit Jiri Friml und Carl-Philipp Heisenberg zwei Biologen mit der großzügigen finanziellen Unterstützung des ERC neue Forschungsprojekte über fünf Jahre hinweg in Angriff nehmen. Auch am IMP gilt das gleiche für die beiden Biologen Meinrad Busslinger und Elly Tanaka.

Bereits zum zweiten Mal über einen der begehrten "Advanced Grants" können sich die Philosophin Herlinde Pauer-Studer von der Universität Wien und der Demograph Wolfgang Lutz vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien und dem Institut für Demographie der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) freuen. Der Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien war bereits 2008 in den Genuss der Förderung gekommen. Pauer-Studer war im Jahr 2010 zum ersten Mal erfolgreich.

Drei Auszeichnungen nach Tirol

Nach Tirol gehen insgesamt drei Auszeichnungen: Neben dem Innsbrucker Experimentalphysiker Christian Roos vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW und dem Latinisten Martin Korenjak von der Universität Innsbruck geht eine der Auszeichnungen auch an den Mediziner Martin Widschwendter, der in der ERC-Auflistung ob seiner Haupttätigkeit am University College London unter den britischen Preisträgern firmiert. Seit vergangenem Herbst ist Widschwendter allerdings auch an der UMIT-Privat-Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall in Tirol tätig.

Mit Helmut Haberl kann sich auch ein Wissenschafter vom in Wien ansässigen Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt über einen Förderpreis freuen. Für die Uni Klagenfurt ist die Zuerkennung für den Humanökologen der erste eingeworbene "Advanced Grant".

Service: https://erc.europa.eu

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