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Neues Ausbildungsprogramm "SCIENCE4YOUTH" © LBG
Neues Ausbildungsprogramm "SCIENCE4YOUTH" © LBG

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Jugendliche für Forschung begeistern: Open Innovation kommt in die Schulen

23.05.2018

„Was passiert in der Forschung?“ „Du hast eine Idee und möchtest dazu forschen, weißt aber nicht wie?“ „Welche Methoden gibt es in der Forschung?“ Oder auch „Warum soll die Öffentlichkeit in die Forschung miteinbezogen werden?“ und „Was ist eigentlich Crowdsourcing?“. Diese Fragen beantwortet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft im Ausbildungsprogramm „SCIENCE4YOUTH“, das speziell für Jugendliche ab 16 Jahren entwickelt wurde und im Schuljahr 2018/19 laufen wird. Eine Anmeldung ist ab sofort bis 20. August möglich.

„In sechs Modulen lernen die SchülerInnen und Lehrlinge wesentliche Begriffe und Methoden aus der Forschung kennen. Sie erfahren, wie Forschungsprojekte ablaufen, entwickeln eigene Forschungsfragen, starten ihr Projekt und erleben ‚echte‘ WissenschaftlerInnen bei deren Arbeit. Die SchülerInnen können außerdem Ideen für ihre vorwissenschaftliche Arbeit sammeln. Bei der Auftaktveranstaltung im September bekommen die TeilnehmerInnen einen Coach, erfahren alle Details über das Programm und lernen einander kennen; bei der Abschlussveranstaltung zu Schulschluss wird der SCIENCE4YOUTH-Award an jenes Projekt vergeben, das Open Innovation, also die Einbindung der Öffentlichkeit in ihr Projekt, am besten umsetzen kann. Die Online-Module mit interaktiven Videos und Quiz sind über das Schuljahr 2018/19 verteilt und haben aufeinander aufgebaute Lernziele. Ebenso vorgesehen ist ein zweiwöchiges Forschungspraktikum in den Sommerferien 2019 bei den Forschungsgruppen ‚D.O.T.‘ in Krems oder ‚Village‘ in Innsbruck“, erklärt Raphaela Kaisler von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Sie hat das Ausbildungsprogramm initiiert und sagt: „Auf die Idee hat mich das Programm ‚Health Care Education 2.0 – Transform your teaching into the digital age‘ gebracht, das ich am Harvard Macy Institute kennengelernt habe.“

Thematisch fokussiert „SCIENCE4YOUTH“ auf den – hier sehr weit gefassten – Begriff der psychischen Gesundheit. Die TeilnehmerInnen werden eng mit den beiden Forschungsgruppen zusammenarbeiten, die die Ludwig Boltzmann Gesellschaft zu Jahresanfang eingerichtet hat: „D.O.T. – Die offene Tür“ (in Krems an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften) und „Village – How to raise the village to raise the child“ (in Innsbruck an der Medizinischen Universität) gehen der Forschungsfrage nach, wie Kinder psychisch erkrankter Eltern am besten unterstützt werden können.

Das Ausbildungsprogramm „SCIENCE4YOUTH“ richtet sich an alle Jugendlichen ab 16 Jahren (in der Schule oder in Ausbildung), die Einblicke in die Forschung gewinnen möchten, Interesse am Thema psychische Gesundheit haben oder sich auf ihre vorwissenschaftliche Arbeit in einem Schulfach wie Psychologie, Philosophie, politische Bildung, soziale Arbeit oder Ethik vorbereiten möchten.

Das neue Ausbildungsprogramm ist die erste Initiative aus dem Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, die sich an Jugendliche richtet. Eine Methode aus dem Repertoire von Open Innovation in der Wissenschaft ist die systematische Einbindung von jenen Personengruppen in die Forschung, die üblicherweise nicht wissenschaftlich arbeiten. Hier setzt „SCIENCE4YOUTH“ an: Jugendliche und ForscherInnen werden gezielt in Kontakt gebracht und lernen voneinander. So gelangt Wissen aus der Gesellschaft in die Forschung und gleichzeitig wird für die SchülerInnen und Lehrlinge erlebbar, wie WissenschaftlerInnen arbeiten und was Forschung der Gesellschaft bringt. Die „SCIENCE4YOUTH“-TeilnehmerInnen werden Open-Innovation-Methoden wie etwa Crowdsourcing kennenlernen und ausprobieren.

„Der Leitspruch der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ist es, Forschung für Menschen zu betreiben. ‚SCIENCE4YOUTH‘ setzt genau diesen Grundsatz um. Jugendliche lernen Open-Innovation-Methoden kennen und wenden diese im Forschungskontext an. Dabei bringen sie ihr Wissen ein und helfen mit, eines der vordringlichsten Themen unserer Zeit, die psychische Gesundheit, zu erforschen“, sagt Josef Pröll, Präsident der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Anmeldung und Informationen zu den Modulen: https://ois.lbg.ac.at/en/methods-projects/science4youth

Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine Forschungseinrichtung mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin und den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und stößt gezielt neue Forschungsthemen in Österreich an. Die LBG betreibt zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern aktuell 19 Ludwig Boltzmann Institute und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen AkteurInnen wie Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Gesellschaftlich relevante Herausforderungen, zu deren Bewältigung Forschung einen Beitrag leisten kann, sollen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden. Teil der LBG sind das LBG Open Innovation in Science Center, das das Potenzial von Open Innovation für die Wissenschaft erschließt, das LBG Career Center, das 200 PhD-StudentInnen und Postdocs in der LBG betreut, und zwei neue Forschungsgruppen zum Thema psychische Gesundheit von Kindern. In der Ludwig Boltzmann Gesellschaft sind insgesamt 550 MitarbeiterInnen beschäftigt. [www.lbg.ac.at] (http://www.lbg.ac.at)

Rückfragehinweis:
   Pressekontakt
   Mag. Emilie Brandl
   Öffentlichkeitsarbeit
   Ludwig Boltzmann Gesellschaft
   Nußdorfer Straße 64, 1090 Wien
   Tel. 01 513 27 50-28
   emilie.brandl@lbg.ac.at 
   www.lbg.ac.at
   
   Inhaltlicher Kontakt
   Mag. Dr. Raphaela Kaisler, MSc
   Research Groups & Relationship Manager Mental Health
   Ludwig Boltzmann Gesellschaft
   Nußdorfer Straße 64, 1090 Wien
   Tel. 01 513 27 50-62
   Mobiltel. 0676 338 65 13
   raphaela.kaisler@lbg.ac.at 
   www.lbg.ac.at

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