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Kinderbetreuung: Agenda Austria kritisiert Kürzungen

12.07.2018

Von der Denkfabrik Agenda Austria kam nun Kritik an den geplanten Kürzungen der Gelder für die Kinderbetreuung. Als mögliche Lösung schlug das Institut Betreuungsschecks für alle Kinder vor.

Bei der Kinderbetreuung zu sparen, sei "definitiv der falsche Weg", so Agenda Austria-Ökonomin Monika Köppl-Turyna in einer Aussendung. Immerhin sei die Zahl der Kinder, die österreichweit einen Kindergarten besuchen, von 1972 bis heute von 128.000 auf 220.000 angestiegen. Auch hätten die Eltern nicht immer die Wahl, ob sie ihre Kinder zuhause betreuen oder in den Kindergarten schicken wollen. Deshalb gelte es, die frühkindliche Förderung zu intensivieren und die Tagesöffnungszeiten auszuweiten.

Eine Systemumstellung sei empfehlenswert. Als konkrete Maßnahme schlägt Agenda Austria die Einführung eines Betreuungsschecks für jedes Kind vor. Dieser Scheck, durch den die Eltern einen bestimmten Betrag für die Kinderbetreuung erhalten, soll in öffentlichen und privaten Betreuungseinrichtungen gelten. "Eine solche Förderung würde aufgrund des einsetzenden Wettbewerbs dazu führen, dass ein größeres und qualitativ besseres Angebot entsteht. Dadurch sollte auch die Anzahl an ganztägigen Betreuungsplätzen steigen", erklärte Köppl-Turyna.

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