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Unterzeichnung des 7-Punkte-Programms durch Christoph Zielinski (links) und Ingo Raimon (rechts) © FOPI/APA-Fotoservice/Tanzer
Unterzeichnung des 7-Punkte-Programms durch Christoph Zielinski (links) und Ingo Raimon (rechts) © FOPI/APA-Fotoservice/Tanzer

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Schulterschluss von Medizin und forschender Pharmaindustrie

07.12.2017

In breitem Einvernehmen äußern Top-Repräsentanten von Medizin und forschender Pharmaindustrie - Christoph Zielinski und Ingo Raimon - Besorgnis um die Spitzenmedizin in Österreich und stellen ein 7-Punkte-Programm als Gegenmaßnahme auf.

"Wir haben exzellente ForscherInnen und hoch begabte ÄrztInnen in Österreich, doch die Rahmen-bedingungen verschlechtern sich zunehmend. Wir laufen Gefahr, unseren Rang als Standort für Spitzenmedizin zu verlieren, wenn nicht rasch gegengesteuert wird - und das trifft in letzter Konsequenz die PatientInnen", warnt Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski, Leiter des Comprehensive Cancer Center (Medizinische Universität Wien - AKH) und Leiter des Vienna Cancer Center. "Die Gründe da-für sind vielfältig", pflichtet ihm Mag. Ingo Raimon, Präsident des FOPI - Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich, bei und erläutert: "Die Herausforderungen reichen von be-stehenden schwerfälligen und fragmentierten Strukturen im Forschungsbereich über die mangelnde Anerkennung von klinischer Forschung bis hin zu einer allein auf Kosten reduzierten Betrachtung medizinischer bzw. pharmazeutischer Innovation. Wir sehen ein hohes Potenzial für Spitzenmedizin und pharmazeutische Innovation für den Standort Österreich, jetzt ist die Chance da, dieses in einem Schulterschluss aller Akteure auch zu realisieren."

Deshalb haben Christoph Zielinski und Ingo Raimon ein 7-Punkte-Programm ausgearbeitet, das heute gemeinsam präsentiert wurde. Konkret gefordert werden:

1. die Anerkennung des Wertes klinischer Forschung

2. die Einrichtung einer Koordinationsstelle für klinische Studien auf Bundesebene

3. der Zugang zu innovativen Arzneimitteln für alle PatientInnen

4. die Sicherstellung der ärztlichen Therapiefreiheit und der Patientenmitbestimmung

5. die Zweckwidmung von eingesparten Mitteln für klinische Forschung und Innovationen

6. eine faktenbasierte und unabhängige Betrachtung der Gesundheits- bzw. Arzneimittelkosten

7. sowie nicht zuletzt die Wertschätzung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet medizi-nischer Erkenntnisgenerierung

Details finden sich im - von beiden unterzeichneten - Forderungspapier, das den maßgeblichen Entscheidungsträgern und dabei vor allem der künftigen Bundesregierung übermittelt werden soll. Christoph Zielinski: "Im Wahlkampf wurde den Österreicherinnen und Österreichern in puncto Gesundheit viel versprochen. Wir fordern, dass diese Versprechen jetzt Eingang ins Regierungsprogramm finden. Und wir werden uns demnächst genau ansehen, wie die Umsetzung erfolgt."

Fotos finden Sie in der APA Fotogalerie unter

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/11402

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