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Josef Penninger nach Kanada berufen - Minister und ÖAW gratulieren

06.02.2018

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und der Präsident der Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Anton Zeilinger, gratulierten dem österreichischen Genetiker Josef Penninger zu seiner Berufung an die University of British Columbia in Vancouver (Kanada). Erfreut zeigte sich auch der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig), der die Personalia aber auch als "Alarmruf" sieht.

"Neben seinen persönlichen exzellenten Forschungsleistungen" habe der Gründungsdirektor des Wiener Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der ÖAW "auch maßgeblich die Entwicklung des heimischen Life Sciences Standorts mitgeprägt", so Faßmann. Durch seine "Anregungen und Vorschläge brachte er sich auch immer wieder in die heimische Forschungspolitik ein und fungierte als deren wichtiger Partner".

Als "bemerkenswerte Erfolgsgeschichte" bezeichnete Zeilinger die Entwicklung des IMBA, das Penninger ab dem Jahr 2002 federführend aufgebaut hat. Mit der Leitung des Life Sciences Institute (LSI) in Vancouver wurde der Oberösterreicher nun "für eine der international begehrtesten Positionen" in den Lebenswissenschaften ausgewählt, attestierte der ÖAW-Chef. Die Berufung zeige "deutlich, dass die Spitzenforschung in Österreich international wahrgenommen wird und ist eine Auszeichnung für die heimische Grundlagenforschung."

Penninger vertrete Österreich "nun auf internationalem Top-Niveau", so auch Pharmig-Präsident Martin Munte. Für den Forschungsstandort Österreich sei der Abgang allerdings ein "herber Verlust". Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber wertet den Erfolg auch als "Alarmruf für die heimische Politik". Es gelte nun dafür zu sorgen, dass "die international anerkannte Stellung Österreichs auf dem Gebiet der Forschung nicht verloren geht".

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