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Rektorin der Karl-Franzens-Uni erhielt Würdigung © APA (Gindl)
Rektorin der Karl-Franzens-Uni erhielt Würdigung © APA (Gindl)

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Hohe steirische Ehrung für Rektorin Christa Neuper

16.03.2017

Der aus Bad Aussee gebürtige Autor, Essayist und Erzähler Alfred Komarek und Christa Neuper, Rektorin der Universität Graz, sind am 16. März mit dem "Großen Josef-Krainer-Preis" ausgezeichnet worden. Weiters wurden in der Aula der Alten Universität Graz zehn Wissenschafter von steirischen Universitäten mit Würdigungs- und Förderpreisen bedacht.

Die Großen Josef-Krainer-Preise zählen zu den ehrenvollsten Auszeichnungen der Steiermark. Sie werden seit 1973 in Erinnerung an Josef Krainer sen. (1903-1971), der von 1948 bis 1971 Landeshauptmann der Steiermark war, für hervorragende Leistungen vergeben. Durch die Förderpreise sollen junge Talente ermuntert werden. Die Würdigungspreise gehen hingegen an bereits arrivierte Persönlichkeiten.

Erste Frau an Spitze der Uni Graz

Bevor Christa Neuper (geb. 1958) im Jahr 2011 als erste Frau an die Spitze der Universität Graz berufen wurde, leitete die Neuropsychologin das Institut für Psychologie an der Uni Graz sowie das Institut für semantische Datenanalyse an der TU Graz. Spitzenforschung am Standort zu stärken sowie international sichtbar zu machen gehört seither zu den vordersten Zielen der Rektorin, wie das Josef-Krainer-Gedenkwerk hervorhob. Für ihr vielseitiges Engagement, den Wissenschaftsstandort Steiermark zu festigen, wurde Christa Neuper nun mit dem "Großen Josef Krainer-Preis" ausgezeichnet.

Die Werkliste des aus der Steiermark gebürtigen Schriftstellers Alfred Komarek (geb. 1945), der ebenfalls mit dem "Großen Josef-Krainer-Preis" bedacht wurde, umfasst mittlerweile rund 80 Bücher. Populär machten ihn die "Polt"- Krimireihe und seine Salzkammergut-Tetralogie rund um den ehemaligen Journalisten Daniel Käfer sowie die Bände zu österreichischen und europäischen Kulturlandschaften. Zuletzt wurde der Autor mit Wohnsitzen in Wien, im Weinviertler Pulkautal und Bad Aussee 2011 mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

Zehn Wissenschafter erhalten Preise

Die beiden Würdigungspreise erhielten die gebürtige Tirolerin Edith Bucher (geb. 1975) von der Montanuniversität Leoben und der Kardiologe Peter P. Rainer (geb. 1981) von der Medizinischen Universität Graz. Die Chemikerin und Werkstoffwissenschafterin Bucher befasst sich mit Aspekten der Festkörperchemie der komplexen Oxide. Diese kommen als Kathodenmaterialien in der Hochtemperaturbrennstoffzelle - der sogenannten Solid Oxide Fuel Cell - zum Einsatz. Der aus Salzburg stammende Peter Rainer (geb. 1981 in Bad Hofgastein) erforscht Umbauprozesse im Herzmuskel (das sogenannte myokardiale Remodeling) und die Entstehung von Herzinsuffizienz. Rainer hat bereits im Jahr 2006 in der Humanmedizin "sub auspiciis" promoviert, im Jahr 2015 promovierte er ein weiteres Mal "sub auspiciis" im Fach "Medizinische Wissenschaft".

Die Förderpreise gingen an Almina Besic, Dominik Gutmeyr und Martina Melcher (Universität Graz), Aitak Farzi (Med-Uni Graz), Florian Preishuber-Pflügl und Stefan Topolovec (Absolventen der TU Graz), sowie Walter Ochsensberger (Montanuni).

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