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Zukunftsfragen der Migration: Das Dialogforum 2017

19.06.2017

Die Europäische Union steht vor der schwierigen Aufgabe, eine gemeinsame politische und rechtliche Basis zu erarbeiten, die der Integration von MigrantInnen förderlich ist. Das neunte Dialogforum der Donau Universität Krems, das von 26. bis 29. Juni stattfindet, leistet dazu als Vernetzungsplattform für Migrations- und Integrations-AkteurInnen einen wichtigen Beitrag. Ziel des Dialogforums ist es, aktuelle Themen aus der Migrations- und Integrationspolitik wissenschaftlich fundiert zu diskutieren und daraus gemeinsame Strategien mit dem Ziel der Integrationsförderung abzuleiten. Neben ExpertInnen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft nehmen auch Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid sowie Staatssekretärin Mag. Muna Duzdar teil.

Die Themen Flucht und Integration werden nach wie vor auf Ebene der Gesellschaft wie auch der Politik emotional diskutiert. Vor diesem Hintergrund stellt auch das Dialogforum, das jährlich vom Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems veranstaltet wird, die Integration von Geflüchteten erneut in den Mittelpunkt, allerdings aus einem neuen Blickwinkel und mit Konzentration auf die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt, Entwicklungspolitik sowie Sicherheit und den Umgang mit Sozialen Medien.

Die Departmentleiterin für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl, betont: "Gerade bei solch hochaktuellen und stark emotional besetzten Themen kann die Wissenschaft dazu beitragen, verschiedene Themenbereiche fachlich zu untermauern, den Wissensaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu fördern und gemeinsame Strategien abzuleiten."

Erwachsenenbildung am Prüfstand

Im Fokus stehen am Montag, 26. Juni, die Herausforderungen, welche die Bildungs- und Erwerbsintegration von MigrantInnen und vor allem von Flüchtlingen mit sich bringen. Dabei gehen u.a. Gudrun Biffl (Donau-Universität Krems) und Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid der Frage nach, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit MigrantInnen und Flüchtlinge einen möglichst erfolgversprechenden Weg in eine für sie neue Gesellschaft finden.

Am Dienstag, den 27. Juni, stehen die österreichische Entwicklungszusammen¬arbeit und die Rolle der Migrationspolitik im Vordergrund. Mit Fokus auf Afrika sowie AkteurInnen der österreichischen Entwicklungspolitik vor Ort sprechen u.a. Dr. Matthias Czaika (International Migration Institute Oxford) und Dr. Stefan Scholz aus dem Außenministerium (Abteilungsleiter für Entwicklungs- und der Ostzusammenarbeit und Transitionshilfe).

Die Frage der Sicherheit und des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum beschäftigt die TeilnehmerInnen des dritten Tages. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle der Migrationen und der Notwendigkeit, diese sehr heterogenen Personengruppen in der Stadtplanung ebenso zu berücksichtigen wie in der Polizeiarbeit und im Verkehrswesen. Als ExpertInnen geladen sind u.a. Mag. Peter Webinger (BMI, Abteilung für Asyl, Migration und Menschenrechte), DI Shams Asadi (Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien) und Oberst Klaus Hübner, MA (Welser Stadtpolizeikommandant).

Demokratie im Zeitalter der postfaktischen Gesellschaft

Am Donnerstag, 29. Juni, sprechen die DiskutantInnen über die Herausforderungen, die sich für demokratische Gesellschaften aus der Nutzung der Sozialen Medien in Verbindung mit Migration ergeben. Am Beispiel der Nutzung von Smartphones seitens der Flüchtlinge wird deutlich, wie Kommunikation über die sozialen Medien funktioniert und welche Realitäten dadurch geschaffen werden. Die Frage, wie die Politik - insbesondere auch im Kontext von Migrationen - damit umgehen soll, wird u.a. von Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek (Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung an der Donau-Universität Krems), Margaret Cheesman, PhD (Universität Manchester), Phil Martin, PhD (Universität Kalifornien) und Mag. Muna Duzdar (Staatssekretärin für Diversität und Digitalisierung) beleuchtet.

Das Dialogforum versteht sich als interaktive Plattform für den Austausch von Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft in der Migrations- und Integrationspolitik, als Schnittstelle für Theorie und Praxis und den Dialog mit dem Ziel der Förderung der Integration. Während der gesamten Veranstaltung finden an den Nachmittagen Podiumsdiskussionen bzw. Workshops statt, die eine ausführliche Vertiefung in das jeweilige Tagesthema unterstützen.

Weitere Informationen und Programm: www.donau-uni.ac.at/dialogforum

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9. Dialogforum der Donau-Universität Krems, Department für Migration und Globalisierung - Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis

Wann: 26. Juni bis 29. Juni 2017

Beginn: täglich von 9:45 bis ca. 17:00

Ort: Audimax, Donau-Universität Krems und

Kolpinghaus, Campus Krems

Tagungsgebühr (inklusive Tagungsunterlagen):

Gesamtkarte: € 120.- / Tageskarte: € 50.-

Anmeldung: Marzena Michalik, Bakk.; mailto:marzena.michalik@donau-uni.ac.at


Rückfragen:
Mag. Michael Fasching, Bakk. phil.
Department für Migration und Globalisierung
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2423
mailto:michael.fasching@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/mig
Abteilung für Kommunikation, Marketing und PR
T +43 (0)2732 893-2255
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