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Mikl-Leitner forciert "Vermittlungsarbeit" für Forschung © APA (Pfarrhofer)
Mikl-Leitner forciert "Vermittlungsarbeit" für Forschung © APA (Pfarrhofer)

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Erstmals Forschungswochen NÖ von Mitte September bis Anfang Oktober

05.09.2017

Erstmals werden heuer von Mitte September bis Anfang Oktober die "Forschungswochen Niederösterreich" ausgerufen. Den Beginn macht ein Forschungsfest für die ganze Familie am 15. September im Palais NÖ in Wien, dessen Programm nun präsentiert wurde. Das Forschungsschiff MS Wissenschaft macht in Krems und Tulln Halt, den Abschluss bildet die Wissenschaftsgala am 5. Oktober in Grafenegg.

Beim Forschungsfest Niederösterreich warten zehn Erlebnisstationen - Roboter mixen etwa Cocktails, Besucher können mit einer speziellen Brille einen virtuellen Flug über die prähistorische Landschaft von Stonehenge unternehmen. An Dutzenden Forschungsstationen beantworten Institutionen wie Fachhochschulen, Universitäten, der WasserCluster Lunz oder das Ludwig Boltzmann-Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie Fragen wie "Was macht der Tee im Bach?", "Was haben Superhelden und Krebs gemeinsam?", "Wie forschen Archäologen ohne auszugraben?" oder "Wie kommen Bleicheffekte auf die Jeans?". Bereits am Vormittag werden Workshops für Schulklassen geboten, in denen Teilnehmer etwa mit Trockeneis experimentieren oder einen einfachen Berührungssensor selbst bauen können. Eine Rätselrallye führt Kinder und interessierte Erwachsene durch das Fest.

Programmhighlights beim Forschungsfest

Zu den Programmhighlights zählen die Shows: Physiker Bernhard Weingartner widmet sich um 19.00 Uhr der Frage "Gibt es Ordnung im Chaos?" und demonstriert um 21.00 Uhr das Brennverhalten von Benzin und Diesel live auf der Bühne. Außerdem erhalten Besucher eine Anleitung für einen effizienten DIY-Feuerlöscher. Ab 20.15 Uhr zeigt Ex-Science-Buster Werner Gruber bei Experimenten die Welt der Physik hautnah. Ab 22.00 Uhr vertonen junge Wissenschafter Planetenbewegungen, DNA-Sequenzen und irrationale Zahlen, begleitet von Visualisierungen. Zum Ausklang wird ab 23.00 Uhr zum Wissenschaftsclubbing "Sounds of Science" im Rittersaal geladen.

"Wir setzen starke Akzente in der Vermittlungsarbeit", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in einem Pressegespräch in St. Pölten. Ziel sei es, Forschung auf einfache Art und Weise zu erklären. Gabriele Weigelhofer vom WasserCluster Lunz sagte, man wolle zeigen, "was wir tun, wie wir es tun und was dabei herauskommt". Die interuniversitäre Forschungseinrichtung ist u.a. auch Partner bei der Science Fair, bei der 25 Klassen 16 Forschungsprojekte umsetzen. Zudem werden Praktikanten eingestellt und vorwissenschaftliche Arbeiten betreut. Der WasserCluster feiert am 6. Oktober sein Zehn-Jahres-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür, kündigte Weigelhofer an.

"Es ist wichtig, das Bewusstsein zu stärken, dass Forschung und Wissenschaft eine der großen Perspektiven für die Weiterentwicklung Österreichs und Europas sind", sagte Wolfgang Neubauer vom Ludwig Boltzmann-Institut. Besondere Bedeutung habe dabei die Neugier: "Die Neugier, die uns Forscher antreibt, und die Neugier, die die Kinder antreibt." Es sei eine große Herausforderung, Wissenschaft zu vermitteln, so Neubauer.

Comic soll Wissenschaft näherbringen

Zudem soll ein neuer Comic mit dem Titel "Wir forschen - eine Entdeckungsreise für die ganze Familie" insbesondere Kindern und Jugendlichen Wissenschaft und Forschung näherbringen und zeigen, welche Institutionen es in diesem Bereich in Niederösterreich gibt. Das Heft liegt nicht nur am Forschungsfest, sondern auch am Schiff MS Wissenschaft auf, das von 26. bis 29. September in Krems und von 30. September bis 3. Oktober in Tulln Station macht. Zu sehen ist die Ausstellung "Meere und Ozeane". Bei der Wissenschaftsgala am 5. Oktober in Grafenegg werden die diesjährigen Wissenschaftspreise vergeben.

Das Land Niederösterreich investiert laut Mikl-Leitner jährlich 100 Millionen Euro in den Forschungsbereich und liege damit im Bundesländer-Vergleich hinter Wien auf Platz zwei. Jeder Euro sei hier gut investiert, betonte die Landeshauptfrau.

Service: Forschungsfest Niederösterreich, 15. September, 15.00 bis 23.00 Uhr, Palais Niederösterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien. Eintritt frei, Infos: www.noe.gv.at/forschungsfest

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