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Gernot Grömer strich die Vorzüge der Dhofar Region hervor © ÖWF (Paul Santek)
Gernot Grömer strich die Vorzüge der Dhofar Region hervor © ÖWF (Paul Santek)

APA

Österreichisches Weltraum Forum für Oman-Mars-Simulation bereit

14.09.2017

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 32/2017 und nicht zwingend tagesaktuell

Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) führt zusammen mit internationalen Forschungsorganisationen eine "integrierte, analoge Mars-Simulation" in der Dhofar Region im Oman durch. In einer Pressekonferenz in Schwaz wies ÖWF-Vorstand Gernot Grömer auf die Vorzüge ebendort hin. Dort werde man in Hinblick auf die künftige reale Mars-Mission "lernen die richtigen Fragen zu stellen".

Grömer beschrieb die Region als "in the middle of nowhere". "Äußerst marsähnlich" sei es dort. Ende Jänner 2018 treffe man ein. "Am 8. Februar landen wir dann am Mars", erzählte der Weltraumenthusiast mit leuchtenden Augen. Dieser Mission sind schon zahlreiche andere Missionen vorausgegangen. Beispielsweise simulierte man die Mars-Gegebenheiten im Jahr 2015 am Kaunertaler Gletscher in Tirol.

Doch der "Amadee-18" genannte simulierte Marsaufenthalt unterscheidet sich grundlegend von den "Marstagen" am Tiroler Gletscher. Zum ersten Mal sei man im Oman "vollständig isoliert", berichtete die deutsche Analog-Astronautin Carmen Köhler. Dadurch lerne man nicht nur, welche Teams und Menschen zusammenpassen, sondern auch viel über Ernährung oder Hygiene. Immerhin werden fünfzehn Menschen "im Feld" und 50 Menschen im Mission-Support-Center beteiligt sein.

"Schiffsbauer" für die nächste Generation

Etwa ein Jahr habe man sich jetzt auf die vier "Mars-Wochen" vorbereitet, skizzierte Grömer. Er selbst werde aber wohl, da eine reale Mars-Mission wohl erst in 20 bis 30 Jahren über die Bühne gehen wird, nicht mehr am roten Planeten stehen". Sein Enthusiasmus leidet nicht unter diesem Faktum. "Der Mensch, der den Schritt auf den roten Planeten setzen wird, ist jetzt schon geboren", dachte er an die Astronauten der Zukunft. "Wir sind die 'Schiffsbauer' für die nächste Generation", so Grömer.

Bei der Mars-Simulation im Februar 2018 sollen unter anderem Experimente in den Bereichen Ingenieurstechnik, Einsatz auf planetaren Oberflächen, Astrobiologie, Geophysik und Geologie und Biowissenschaften stattfinden. Auch Fahrzeuge mit den Namen "Ziesel" aus dem Hause "Mattro" kommen dort zum Einsatz. Tragen werden die Analog-Astronauten den vom ÖWF entwickelten, 45 Kilogramm schweren Mars-Anzug-Prototypen "Aouda".

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