Politik & Wirtschaft

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Nachrichten leicht verständlich vom 12. Jänner 2018

12.01.2018

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Kurz will Europäische Union mit Macron "stark verändern"

ÖVP-Chef Sebastian Kurz ist der neue Bundeskanzler in Österreich. Am Freitag sprach er in der französischen Stadt Paris mit dem Präsidenten von Frankreich, Emmanuel Macron. Danach sagte Kurz, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden gibt. Zum Beispiel wenn es um Sicherheits-Themen geht. Zusammen will man die Europäische Union "stark verändern" und mehr zusammenarbeiten. Aber es gibt auch Fragen, wo man nicht einer Meinung ist.

Erklärung: Europäische Union

Einige Staaten in Europa bilden freiwillig eine Gemeinschaft. Diese heißt Europäische Union oder auch EU. Seit 2013 hat die EU 28 Mitglieder. Österreich ist vor 23 Jahren der EU beigetreten. Jeder Staat in der EU muss sich auch an die EU-Regeln halten. Österreich muss die eigenen Gesetze an die EU-Regeln anpassen.

Tempo 140 auf Autobahnen würde Abgase erhöhen

Auf den Autobahnen in Österreich darf man höchstens mit 130 km/h fahren. Der neue Verkehrs-Minister Norbert Hofer von der Partei FPÖ überlegt aber, ob man in Zukunft mit bis zu 140 km/h fahren darf. Eine Untersuchung hat jetzt aber ergeben, dass das nicht gut wäre. Mit einer höheren Geschwindigkeit stoßen die Autos nämlich mehr schädliche Abgase aus. Das kann die Umwelt und auch Menschenleben gefährden. Das Verkehrs-Ministerium sagt aber, dass man nicht überall 140 km/h erlauben will.

Banken dürfen nur noch selten Bankomat-Gebühren verlangen

Bei Banken muss man manchmal einen kleinen Betrag dafür zahlen, wenn man Geld vom Bankomaten abhebt. Das nennt man Bankomat-Gebühren. Ab 13. Jänner dürfen Banken die Gebühren nur noch selten abziehen. Neu ist auch, dass die Banken in gewissen Fällen für ihre Kunden Gebühren übernehmen müssen. Das gilt, wenn die Kunden bei Automaten Geld abheben, die nicht zu einer Bank gehören. Die Banken wollen sich aber dagegen wehren.

15 Jahre Haft für Grazer Schmuckräuber

Im letzten Sommer hat ein Mann 8 ältere Frauen überfallen. Er schlug die Frauen nieder und raubte ihnen Schmuck und Bargeld. Bei dem gestohlenen Schmuck handelte es sich um Goldketten und Ringe. Der 32-jährige Mann wurde jetzt in Graz zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Täter behauptet, dass er nicht schuldig ist. Er kämpft gegen das Urteil an. 2 Zeuginnen konnten sich aber an ihn erinnern. Eine betroffene Frau erzählte, dass sie heute noch Schmerzen hat.

Berliner Behörden bekommen durch Bitcoins mehr Geld

Viele Menschen versuchen, mit Bitcoins Geld zu verdienen. Bitcoins sind eine eigene Währung im Internet. Seit einiger Zeit werden Bitcoins immer wertvoller. Die Polizei von der deutschen Hauptstadt Berlin hat letztes Jahr Drogenhändlern 64 Bitcoins weggenommen. Sie führten damit ihre Geschäfte im Internet durch. Der Wert von diesen 64 Bitcoins ist von 76.000 Euro auf 850.000 Euro gestiegen. Dadurch haben jetzt auch die Berliner Behörden mehr Geld. Was mit dem Geld passieren soll, ist noch nicht entschieden.

Erster Autosalon für Frauen in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien durften Frauen bisher nicht Autofahren. Sie brauchen für die meisten Dinge in ihrem Leben die Erlaubnis von einem männlichen Verwandten. Ab Juni dürfen Frauen jetzt aber Auto, Motorrad und Lastwagen fahren. Sie können sich beim ersten Auto-Salon für Frauen beraten lassen. Dort können sie sich das passende Auto aussuchen. Das ganze Verkaufsteam besteht aus Frauen. In Saudi-Arabien bekommen Frauen immer mehr Rechte. Sie dürfen jetzt auch Fußball-Stadien betreten.

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