Dossier

5
Dossier

ÖAW-Konferenz stellt UN-Agenda 2030 auf den Prüfstand

Dossier

28.03.2019
  • Wien (ÖAW) - Wie können die von den Vereinten Nationen definierten Nachhaltigkeitsziele erreicht werden - und welche Rolle spielen dabei Wissenschaft und Medien? Darüber diskutieren internationale Expert/innen am 4. und 5. April an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

  • Der Klimawandel ist für die Menschheit längst Realität geworden: Immer längere und heißere Sommer, ausbleibende Ernten, Klimaflüchtlinge und vermehrte Extremwetterereignisse sind nur einige der ersten, weltweit zu beobachtenden, schwerwiegenden Folgen. Um Antworten auf diese drängende Herausforderung zu finden, haben die Vereinten Nationen Ende 2015 insgesamt 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung verabschiedet. Im Fokus stehen dabei neben dem Klimaschutz auch die Bekämpfung von Armut und die Verbesserung von Bildungschancen. Die Zeit läuft: Bis zum Jahr 2030 sollen diese Nachhaltigkeitsziele erreicht sein.

  • Eine Konferenz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) stellt die sogenannte "Agenda 2030" nun auf den Prüfstand. Unter dem Titel "Global Sustainable Development Goals in a Mediatized World" geht es am 4. und 5. April 2019 bei den öffentlich zugänglichen Vorträgen und Diskussionen darum, welche Hürden für eine Umsetzung der Ziele noch überwunden werden müssen, welche wissenschaftlichen und technischen Innovationen dafür notwendig sind und wie ein gesellschaftlicher Wandel zu einem nachhaltigeren Lebensstil im Zeitalter von Onlinemedien und Social Media bei den Menschen ankommen kann.

  • Wie die Welt nachhaltiger werden kann

  • Auf Einladung der ÖAW-Mitglieder Simone Gingrich (Soziale Ökologie), Matthias Karmasin (Kommunikationswissenschaften), Wolfgang Lutz (Demographie) und Verena Winiwarter (Umweltgeschichte) sind Expert/innen aus der ganzen Welt in Wien zu Gast. Sie befassen sich zum Beispiel mit der Frage, wie Landwirtschaft nachhaltiger wird, wie man Solar- und Windenergie effizienter nutzen kann, was sich am Zugang zu Gesundheitsleistungen in Afrika verbessern lässt und welche Chancen die "Netzwerkgesellschaft" für die Vermittlung von Nachhaltigkeit eröffnet.

  • Podiumsdiskussion und Ausstellung

  • Den Abschluss der Veranstaltung bildet am 5. April um 17 Uhr eine Podiumsdiskussion, bei der unter anderem Statistik Austria-Direktor Konrad Pesendorfer, Karl Kienzl vom Umweltbundesamt, Umweltsoziologin Marina Fischer-Kowalski und UNESCO-Experte Riel Miller Bilanz ziehen.

  • Die Konferenz wird begleitet von der Ausstellung "Human Nature. The Art of Sustainability", die in der Aula der ÖAW Werke der Künstler/innen und Wissenschaftler/innen Anna Artaker und Uwe Sleytr zeigt. Im barocken Festsaal der Akademie ist zudem ein von Wiener Schüler/innen aus hunderten Plastikflaschen angefertigter Wal zu sehen, der auf den zunehmenden Plastikmüll in den Ozeanen aufmerksam machen will.

  • TERMIN UND ORT

  • Internationales Symposium "Global Sustainable Development Goals in a Mediatized World"

  • Datum: Donnerstag, 4. April und Freitag, 5. April 2019, jeweils ab 9 Uhr

  • Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

  • WEITERE INFOS

  • Das Programm und Abstracts der Vorträge sind auf der Konferenzwebsite zu finden:

  • www.oeaw.ac.at/sustainable-development2019

  • Einen Einblick in die Themen der Konferenz geben die Organisator/innen Simone Gingrich, Matthias Karmasin, Wolfgang Lutz und Verena Winiwarter in Kurzvideos auf dem YouTube-Kanal der ÖAW.

  • KONFERENZVIDEOS AUF YOUTUBE

  • Die Konferenz ist öffentlich und kostenfrei zugänglich. Konferenzsprache ist Englisch.

  • Um unverbindliche Anmeldung wird gebeten unter: www.oeaw.ac.at/sustainable-development2019/registration

    RÜCKFRAGEHINWEIS
    Sven Hartwig
    Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
    Österreichische Akademie der Wissenschaften
    Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
    T +43 1 51581-1331
    sven.hartwig@oeaw.ac.at
STICHWÖRTER
Natur  | Ressourcen  | Wien  | Veranstaltung  | Dossier  | Umwelt  |

Dossier

Mit der "Agenda 2030" will die UNO nichts weniger als eine "Transformation der Welt" herbeiführen. Gelingen soll das mit Hilfe von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) rund um Ökologie, Soziales und Wirtschaft, ...

Gastkommentare

"Mit Blockchain eine nachhaltige Welt schaffen"
von Shermin Voshmgir
Direktorin des Instituts für Kryptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien
"Kontobewegungen auf dem Bewegungskonto"
von Alexandra Millonig
Austrian Institute of Technology (AIT)
"Jenseits der imperialen Lebensweise: Schaffen wir die Transformation zur Nachhaltigkeit?"
von Ulrich Brand
Professor für Internationale Politik an der Universität Wien
"Nachhaltige Entwicklung und Bildung - ein skeptischer Kommentar"
von Daniel Tröhler
Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Wien
"Klimasünder schadenersatzrechtlich zur Verantwortung ziehen?"
von Ernst Karner
Direktor des Instituts für Europäisches Schadenersatzrecht der ÖAW und der Karl-Franzens-Universität Graz

Hintergrundmeldungen

Der Anteil an erneuerbarer Energie liegt in Österreich bei 72 Prozent © APA

Forscherin: Erneuerbare Energie muss mehr und besser gesteuert werden

Zu Hundert Prozent auf erneuerbare Energiequellen umzustellen wäre in den ...
Agenda 2030: Ein zartes Pflänzchen, das gepflegt gehört © APA/dpa/rwe soe

Die Kraft der Agenda 2030 auf den Boden bringen

Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das ist ...
Gut bei "Weniger Ungleichheiten", schlecht bei Klimaschutz © APA (AFP)

SDGs: Österreich mit guter Platzierung unter den EU-28

Die Sustainable Development Goals (SDG) haben 2015 die Millennium Development ...
Die Ungleichheit nimmt zu, heißt es auf der Startseite von COHSMO © APA (AFP)

Kampf gegen Armut und Ungleichheit: "Ohne Bewusstsein ist es aus"

Armut, Slums und soziale Ungleichheit werden bis 2030 der Vergangenheit ...
Unternehmen sehen sich noch nicht als Corporate Citizen © APA (dpa)

Die Suche nach dem Geschäftsmodell für Nachhaltigkeit

Die Agenda 2030 und die darin enthaltenen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) ...
Stötter: UniNetZ will zum Transformationsprozess beitragen © Uni Innsbruck

Was Unis zum Schwenk zur Nachhaltigkeit beisteuern können

Österreichs Universitäten arbeiten an Strategien zur Umsetzung des ...
Auch von Kreislaufwirtschaft sind "keine Wunder zu erwarten" © APA (dpa)

Forscher: Ressourcenverbrauch ist in Industrieländern unnötig hoch

Den Menschen in Industrieländern ginge es nicht schlechter, wenn sie weniger ...

Mehr zum Thema