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ÖH zu Universitätsgesetznovelle

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06.08.2015
  • Wien (ÖH) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert die von Wissenschaftsminister Mitterlehner in Begutachtung geschickte Novelle zum Universitätsgesetz. Die neoliberale Bildungspolitik der Bundesregierung wird auch mit dieser Novelle weiter fortgeführt. Es braucht endlich eine Ausfinanzierung der Hochschulen und eine echte Studieneingangs- und Orientierungsphase.

  • Eine Ausweitung und Verlängerung der Zugangsbeschränkungen ist entschieden abzulehnen. "Dass Zugangsbeschränkungen nur oberflächliche Symptombekämpfung sind, haben die letzten Jahre gezeigt. Dennoch beharrt das Wissenschaftsministerium auf einer Weiterführung dieser unfairen Hürden", so Philip Flacke vom Vorsitzteam der ÖH. Dass davon abgesehen wird Chemie, wie ursprünglich geplant, ebenfalls zu beschränken, beurteilt Flacke positiv: "Die Idee ein Fach zu beschränken, für das vor nicht allzu langer Zeit noch Werbung gemacht wurde war ja von Anfang an absurd."

  • Die Studieneingangs- und Orientierungsphase gehört endlich grundlegend reformiert. Weg von einer weiteren Zugangsbeschränkung und hin zu einer echten Orientierungsphase. Laut Mitterlehner soll die bestehende STEOP neu ausgestaltet werden. Ein Schritt in die richtige Richtung sind sicherlich eine Art "Vorziehregelung" bei der noch Absolvierung der STEOP weiterführende Lehrveranstaltungen im Ausmaß von bis zu zehn ECTS-Punkten absolviert werden dürfen, für den Beihilfenbezug allerdings zu wenig, und dass es nun endlich keine Sonderregelungen bei Prüfungsantritten in der STEOP mehr gibt.

  • "Abzuwarten bleibt, ob die Universitäten die Vorgaben auch endlich so umsetzen, dass die STEOP nicht mehr zum Hinausprüfen genutzt wird", zeigt sich Flacke besorgt. Das Projekt STEOP Watch der ÖH Bundesvertretung zeigt, dass die Studieneingangs- und Orientierungsphase keinerlei Effekt auf die tatsächlichen Verhältnisse auf den Hochschulen hat, sondern lediglich die Studierenden stresst. Die psychische Belastung für Studierende am Anfang des Studiums steigt somit immer mehr. Eine Weiterführung dieser Art von Zugangsbeschränkungen ist für die ÖH daher ebenfalls abzulehnen.

    Rückfragehinweis:
    ÖH - Österreichische Hochschüler_innenschaft
    Kathi Krischke
    Pressesprecherin
    Tel.: +43/676/888522-11
    kathi.krischke@oeh.ac.at
    https://www.oeh.ac.at
  • Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/144/aom

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