Gastkommentar

Christian Lettner © Siemens
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Dossier

"Wegweiser durch die Welt von Innovation und Technologie"

Gastkommentar

01.08.2016
  • Wien (Gastkommentar) - Wir alle sind mit völlig neuen Herausforderungen und veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert. Unser Globus wird immer kleiner, unsere Umwelt wird immer wichtiger, unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger. Der wohl wichtigste Motor all dieser Veränderungen ist eine technologische Entwicklung, die so rasant ist, dass viele nur schwer mit ihr Schritt halten können. Stimmt doch, lieber Leser, oder? Ja, stimmt! Vielmehr: Diese Aussage stimmt sogar noch immer bzw. vielleicht sogar mehr denn je. Diese Sätze standen nämlich genau so im Editorial der ersten Ausgabe von hi!tech im Jahr 1996. Deswegen - um den Lesern den Weg durch die Welt der Technologie zu weisen - machen wir hi!tech, hieß die Conclusio damals. Und das ist unser Antrieb auch heute noch. Durch die im Laufe der Zeit vollzogene Ergänzung des damals stärkeren Publikumscharakters des Magazins um einen ausgeprägteren Kundenfokus, wäre heute beim hi!tech-Credo hinzuzufügen, dass es auch darum geht, Zukunftsentwicklungen und den entsprechenden Bedarf bestehender und potenzieller Kunden herauszuarbeiten.

  • Mit hi!tech wollen wir Bedeutung und Nutzen von Technik für Mensch, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt darstellen. Wir machen Ideen, die Innovationen zugrunde liegen, und ihre Auswirkungen auf die Zukunft sichtbar. Innovationen sind die DNA von Siemens. Innovationen, die sich gerade dadurch auszeichnen, dass sie nicht bei der reinen Erfindung verharren, sondern am Markt als neue Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen Maßstäbe setzen.

  • Zum heurigen 20. Geburtstag von "hi!tech - Das Innovationsmagazin von Siemens Österreich" haben wir uns naheliegenderweise mit Erfindungen und der Art, wie diese heutzutage zustande kommen, beschäftigt. Dabei haben wir auch auf eine reichhaltige Projektlandschaft der bei Siemens Österreich tätigen Forschungsgruppen zurückgreifen können. Acht solcher Teams forschen und entwickeln hier in Österreich in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen und tragen dabei in den globalen Siemens-Technologiefeldern zu den F&E-Aktivitäten auf Konzernebene bei.

  • "Bedeutung und Nutzen von Technik für Mensch, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt darstellen", klingt vielleicht ein bisschen sperrig, machen wir aber Heft für Heft mit Leidenschaft, indem wir Beiträge aus allen Innovationsphasen bringen - von der Idee über Konzeptentwicklungen und Prototypen vor der Markteinführung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung am Markt. Beispiele gefällig? Ein aktuelles Forschungsprojekt ganz nah am Menschen ist die Entwicklung einer Gehhilfe für ältere Personen, die einen unsicheren Gang erkennt und vor Stürzen warnt - eine Zusammenarbeit von Siemens-Forschern aus Österreich, gemeinsam mit zehn Projektpartnern aus sechs europäischen Ländern.

  • Beispiel "Technik für die Gesellschaft", also die digitale Gesellschaft: Forscher aus Österreich haben eine spezielle Beschichtung für Fensterscheiben entwickelt, durch die sich der Mobilfunkempfang in Zügen verbessert. Schließlich ist der moderne Mensch überall online und kann heute selbst im Zug bei Bedarf Videokonferenzen abhalten - aber eben nur, wenn der Empfang passt. Auch Bezüge zur Umwelt bzw. zum Umweltschutz sind in jedem hi!tech zu finden. Das überrascht aber auch nicht besonders, ist Siemens doch einer der weltgrößten Produzenten von ressourcenschonenden Technologien. Mit dem Umweltportfolio will das Unternehmen seinen Kunden helfen, ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern, ihre Energiekosten zu senken sowie dank höherer Produktivität ihren Unternehmenserfolg zu steigern.

  • Klar, Unternehmensforschung wird ja nicht primär für die Ehre der Wissenschaft betrieben, es geht - no na - ums Geschäft - und zwar um das der Kunden und um das eigene. Innovationen bei Siemens: Das sind Ideen, die Geld verdienen. Die F&E-Aktivitäten sind letztendlich darauf ausgerichtet, für Kunden und die Gesellschaft innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig soll damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der Geschäfte abgesichert werden. Aus neuen Technologien werden Innovationen, aus denen wiederum Wettbewerbsvorteile entstehen. Innovation ist daher auch eine der tragenden Säulen der Unternehmensstrategie Vision 2020, mit der Siemens gerade auf die Wachstumsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ausgerichtet wird. Die Innovationsdichte bestimmt auch in hohem Maße die Stärke eines Wirtschaftsstandortes und deshalb sind uns die Forschungstätigkeiten in Österreich so wichtig, die wir in jeder hi!tech-Ausgabe an die über 20.000 Leser, aber auch online über unseren Blog hitech.at weiterverbreiten.

  • Ob bahnbrechende Forschungsergebnisse, pionierhafte Kundenanwendungen oder Technikweltrekorde - die Attraktivität von hi!tech speist sich aus der Innovationskraft von Siemens. Indem wir besonders langfristige Entwicklungen und den Mehrwert von Innovationen darstellen, streichen wir ihre Wirkungskraft hervor und damit die Bedeutung, die weit über das Magazin und das Unternehmen hinausreicht.

Zur Person

Christian Lettner, Chefredakteur hi!tech - Das Innovationsmagazin von Siemens Österreich

Christian Lettner studierte Politikwissenschaft und Psychologie in Innsbruck, Salzburg und München. Er ist Absolvent des postgradualen Universitätslehrgangs "Public Communication" am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Seit über 10 Jahren ist er im Kommunikationsbereich tätig. Bei der Siemens AG Österreich war er mehrere Jahre Pressesprecher, bevor er die Chefredaktion von hi!tech übernahm.

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