Weltraumforschung einfach erklärt: Im September ruft "Graz in Space"
Wie landet man auf einem Kometen? Wie können Sonnenstürme vorhergesagt werden? Wie wahrscheinlich ist es, Leben auf Exoplaneten zu finden? Antworten auf solche Fragen und noch mehr erhalten interessierte Laien auf der steirischen Sommerakademie "Graz in Space". In diesem Jahr werden Experten der Weltraumforschung, Astronomie und Astrophysik am 4. und 5. September Missionen und Ergebnisse leicht verständlich vorstellen. Dabei wird auch auf 50 Jahre ESA zurückgeblickt.
Seit 2002 geben Experten des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität und Technischen Universität Graz sowie Joanneum Research alle zwei Jahre Wissenswertes über die Astronomie, Astrophysik und Weltraumforschung an Interessierte weiter. Geboten werden an die 20 Vorträge, die sich in erster Linie an Maturanten, Studierende und Lehrer mit naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen und alle am Weltraum Interessierte wenden. Veranstaltungsort ist das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der ÖAW in Graz, St. Peter.
Österreich seit 1987 ESA-Vollmitglied
In diesem Jahr - 50 Jahre nach der Gründung der Europäischen Weltraumorganisation ESA - möchte man die Erfolgsgeschichte der Jubilarin hervorheben. Die Teilnahme Österreichs an Programmen der ESA geht bis in die Mitte der 1970er-Jahre zurück. 1981 wurde Österreich assoziiertes Mitglied, der Vollbeitritt erfolgte am 1. Jänner 1987. "Wir widmen dem Geburtstagskind die diesjährige Vortragsreihe 'Graz in Space' (GiS) und haben uns ein buntes Programm ausgedacht, das auf ein halbes Jahrhundert Zusammenarbeit mit der ESA zurück-, aber auch in die Zukunft blicken wird", kündigte IWF-Direktorin Christiane Helling im Vorfeld an.
Die ESA leistete in den vergangenen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Weltraums. Inzwischen ist die ESA auf 23 Mitgliedstaaten, zwei assoziierte Mitglieder und einen kooperierenden Staat angewachsen. Für das IWF zählt sie zu den wichtigsten Kooperationspartnern, der die Teilnahme an zahlreichen internationalen Missionen zur Erforschung der Planeten innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems ermöglicht hat.
Hälfte der Missionen am Grazer IWF mit ESA
Insgesamt war das IWF bisher an über 40 internationalen Weltraummissionen beteiligt und entwickelte dafür mehr als 100 Fluginstrumente. Knapp die Hälfte aller Missionen stand unter der Leitung der ESA. IWF-Forscher Bruno Besser wird in seinem Eröffnungsvortrag auf die ersten 50 Jahre ESA zurückblicken. Die Missionen "Bepi Colombo" zum Merkur und "Venus Express", aber auch optische Magnetometer, Sonnenphysik bis hin zum "New Athena"-Röntgenteleskop, das 2037 in das heiße und energiereiche Universum aufbrechen wird, sind weitere Themen mit ESA-Bezug. Zu letzterem wird IWF-Direktorin Christiane Helling am 4. September sprechen. Den Missionen im erdnahen Weltraum bis hin zu einem Einblick in das aktuelle ESA-Wissenschaftsprogramm, das Peter Falkner von der ESA vorstellen wird, sind weitere Vorträge gewidmet.
Die Teilnahme ist kostenlos, aber nur mit Anmeldung möglich.
Service: "Graz in Space" von 4. bis 5. September 2025: https://go.apa.at/qLgWXuCu, Anmeldung: https://go.apa.at/MmNuxzup