Von Transfrauen und Knieprothesen: Uni Graz und Land Steiermark verliehen sportwissenschaftliche Preise
Besser gehen mit Prothese, Übergewicht erfolgreich loswerden, wirkungsvoller trainieren, mehr Fairness für Trans-Personen im Sport: Mit diesen Themen befassten sich die Studierenden der Uni Graz, die am 3. Dezember 2025 für ihre Masterarbeiten mit den sportwissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet wurden.
Katharina Brunner untersuchte, inwiefern funktionelle Elektrostimulation die Rehabilitation nach dem Erhalt einer Knieprothese fördert. Ihre Studie zeigt, dass diese Therapie Schmerz und Steifheit des Gelenks reduziert und das Durchstrecken erleichtert.
Marco Höfler analysierte verschiedene Ernährungs- und Trainingstherapien für Kinder und Jugendliche mit Adipositas. Ein frühes Eingreifen sowie individuelle Diät- und Sportpläne gepaart mit Verhaltenstherapie versprechen die größten Erfolge.
Marco Lesacher erhob relevante Indikatoren für sportmedizinische Untersuchungen. Er empfiehlt einen Standard zur Bestimmung der persönlichen Ausdauerleistungsfähigkeit, um effizientere Trainingsvorgaben in Arbeitsmedizin, Therapie oder Leistungssport erstellen zu können.
Theresa Pechmann beschäftigte sich mit der Diskriminierung von queeren Personen im Breitensport. Um strukturell dagegen anzukämpfen, bräuchte es verstärkte Sensibilisierung bereits in der Schule, aber auch in den Verbänden.
Die Preise sind mit je 500 Euro dotiert und werden vom Land Steiermark finanziert. Das Institut für Bewegungswissenschaften, Sport und Gesundheit nominiert jedes Jahr die besten Absolvent:innen aus den vier Forschungsgruppen. LTAbg. Gerhard Hirschmann überreichte in Vertretung von LH Mario Kunasek die Auszeichnungen im Meerscheinschlössl.
Kontakt für Rückfragen: Gerhard Tschakert Institut für Bewegungswissenschaften, Sport und Gesundheit der Universität Graz Tel.: 0316/380-3907 E-Mail: gerhard.tschakert@uni-graz.at