EU Forschung: JKU entwickelt Hilfestellungen zur besseren Zusammenarbeit
Forschende aus fünf europäischen Universitäten haben gemeinsam Leitlinien für wissenschaftliches Netzwerken, Projektmanagement und den effektiven Einsatz digitaler Technologien für eine Transformation im Bildungswesen entwickelt.
Selbst innerhalb der Europäischen Union variiert der Zugang zu institutioneller Unterstützung für die Durchführung hochwertiger Forschung zwischen den einzelnen Ländern und Einrichtungen. Um die Kluft zwischen den internationalen Forschungsmöglichkeiten zu verringern, wurde im Jänner 2023 das Projekt "Transforming Education with Emerging Technologies (TransEET)"ins Leben gerufen.
Das Hauptziel des Projekts bestand darin, Institutionen mit geringeren Ressourcen trotz großer Herausforderungen zu ermöglichen, exzellente Forschung zu betreiben.
Das Projektteam aus mehr als 20 Forschenden entwickelte das "Network-Knowledge Management, Administration and Science Toolkit" (NeMAST), um Forschenden eine effektivere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dieses Toolkit basiert auf dem Austausch von "Rapid Prototypes".
"Diese digitalen Beispiele helfen den Beteiligten, Ideen klarer zu kommunizieren und eine gemeinsame Sprache zwischen den Personen aus Forschung und Praxis mit unterschiedlichen Hintergründen zu schaffen", erklärt David Hornsby, BSc (Linz School of Education der JKU).
Materialien frei zugänglich
Das Toolkit ist auf der Webseite transeet.eu/nemast frei verfügbar und gibt Empfehlungen und Einblicke ab. So kann man die passenden Vorschläge leicht einsehen - vom Beginn eines Projekts und der Entstehung eines internationalen, diversen Projektteams bis hin zur Verbreitung der Projektergebnisse in wissenschaftlichen Zeitschriften und sozialen Medien.
Auch anderweitig verwendbar
Da die Empfehlungen anhand der Bildungsforschung als Fallstudie erarbeitet wurden, entstanden im Rahmen des Projekts mehrere Unterlagen für digitalen Unterricht. So kombinierten beispielsweise Forschende und Lehrende aus den Disziplinen Mathematik, Physik, Tanz und Musik gemeinsam eine Unterrichtseinheit mit dem Namen "Dancing Figures" (Tanzende Figuren), bei der Schüler*innen tanzend Polynome und trigonometrische Funktionen kennenlernen und anwenden. Dazu wurden mehrmals kleine "Unterrichts-Prototypen"" basierend auf den Technologien GeoGebra aus Linz und MALT2 aus Athen ausgetauscht, bis eine fertige Unterrichtseinheit entstand.
Von EU gefördert
Diese Kooperation wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Horizon Europe" finanziert und von Chronis Kynigos vom Education Technology Lab der National and Kapodistrian University of Athens (NKUA) geleitet und in Zusammenarbeit mit Forscher*innen der Johannes Kepler Universität Linz, der Universität Turin, der Amsterdam University of Applied Sciences und des University College London durchgeführt.
"Wir hoffen, dass unsere Erfahrungen für Forschende und Praktiker*innen" nützlich sein werden, die nach pädagogischem Mehrwert von neuen Technologien suchen", so Prof. Chronis Kynigos.
Rückfragen: David Hornsby, BSc Abteilung für MINT-Didaktik
E-Mail: david.hornsby@jku.at
Mag. Christian Savoy PR-Mitarbeiter Universitätskommunikation JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ Altenberger Straße 69 4040 Linz, Österreich T +43 732 2468 3012 christian.savoy@jku.at www.jku.at
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