TÜV Austria vergab Wissenschaftspreise an innovative Ingenieursprojekte
E-Batterien weiterverwenden, Energiesparen bei der KI-Nutzung und weniger Brandgefahr in Stromkreisen: Der technische Sicherheitsdienstleister TÜV Austria hat gestern, Montagabend, in Wien seine diesjährigen, mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Wissenschaftspreise an technisch-naturwissenschaftliche Dissertationen, Diplom-/Masterarbeiten und HTL-Abschlussarbeiten vergeben.
In der Kategorie "Universitäten - Dissertationen" gewann Fikret Bašić von der Technischen Universität (TU) Graz. Er arbeitet an Lösungen, ausgediente E-Auto-Batterien weiterverwenden zu können, etwa als Stromspeicher im Haushalt. Unter anderem sollen sich dazu Batteriedaten per Smartphone schnell und kontaktlos direkt in Sammel- und Prüfzentren auslesen lassen.
Daniel May von der TU Wien setzte sich in der Kategorie "Universitäten/Fachhochschulen - Diplom-/Masterarbeiten" durch. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht Künstliche Intelligenz (KI), die ihre Aufgabe zuverlässig erfüllt, aber mit weniger Energie auskommt. Dabei läuft ein Teil der Rechenleistung am Smartphone, ein Teil im Rechenzentrum. Das System entscheidet bei jeder Anfrage über die optimale Aufteilung. Ziel sind schnelle KI-Antworten bei wenig Energieverbrauch.
KI gegen Brandgefahr
Mit ihrem Maturaprojekt "Künstliche Intelligenz gegen Brandgefahr im Stromkreis" sicherten sich Timon Germin und Timo Perzi von der HTL Hollabrunn den Sieg in der Kategorie "HTL-Abschlussarbeiten". Sie haben einen Prototypen entwickelt, der mit KI-Unterstützung gefährliche Lichtbögen schneller und zuverlässiger als herkömmliche Schutzeinrichtungen erkennt und damit die Brandgefahr in Stromkreisen reduzieren kann.
Dieses Jahr gab es insgesamt 172 Bewerbungen mit technischem Innovationspotenzial und Nachhaltigkeitscharakter. Das Preisgeld für die beste Dissertation beträgt 6.000 Euro, für die ausgezeichnete Diplomarbeit/Masterarbeit gibt es 5.000 Euro und für das HTL-Siegerprojekt 4.000 Euro.
Service: Informationen und Einreichungen zum TÜV Austria Wissenschaftspreis 2026 sind hier möglich: https://wipreis.tuvaustria.com