Wärme für Telfs: Forschung für eine unabhängige und nachhaltige Energiezukunft
Wie kann eine Gemeinde ihre Wärmeversorgung mit regionaler Energie gestalten? Das Projekt Wärme für Telfs macht sichtbar, wie Forschung, Digitalisierung und lokale Kooperation zusammenwirken, um Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu vereinen.
Unabhängigkeit, Sicherheit und Regionalität - das sind die Leitprinzipien, wenn es um die Energieversorgung der Zukunft geht.
Die Marktgemeinde Telfs, drittgrößte Gemeinde Tirols, will ihre Wärmeversorgung neu denken und auf lokale, erneuerbare Ressourcen umstellen. Gemeinsam mit der Universität Innsbruck, den Gemeindewerken Telfs und dem Forschungszentrum Energie (FZE) der FHV sowie weiteren Partner aus der Region wird im Projekt "Wärme für Telfs" untersucht, wie ein zukunftsfähiges Wärmenetz im Gemeindequartier entstehen kann.
So entsteht das Wärmenetz der Zukunft
Im Fokus steht die Frage, wie erneuerbare Energien, Wärmepumpen und Energiegemeinschaften so kombiniert werden können, dass eine sichere, effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung möglich wird. Dafür analysiert das Team des FZE bestehende Energieanlagen - etwa Wasserkraft, Photovoltaik und flexible Verbraucher - und prüft, wie sich diese intelligent vernetzen lassen. Mithilfe von Simulationen werden Potenziale für neue Erzeugungs- und Flexibilitätsoptionen abgeschätzt, um lokale Energie bestmöglich zu nutzen.
"Unser Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Grundlagen zu schaffen, damit Gemeinden wie Telfs ihre Energiezukunft selbst gestalten können - unabhängig, klimafreundlich und regional verankert", sagt Valentin Seiler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZE.
Relevanz für Region und Gesellschaft
Da es sich um ein Sondierungsprojekt handelt, liegt der Fokus aktuell auf Analyse, Modellierung und Datengrundlagen. Die daraus gewonnenen Ergebnisse werden direkt in ein anschließendes Hauptprojekt münden, das den Bau und Betrieb eines flexiblen, erneuerbaren Wärmenetzes in Telfs ermöglicht.
Wärme für Telfs zeigt beispielhaft, wie Forschung und Gemeindeentwicklung ineinandergreifen können - für eine lebenswerte Zukunft im Alpenraum.
Für mehr Informationen zu unseren Forschungsaktivitäten im Bereich erneuerbare Energien, Wärmenetze und Flexibilitäten kontaktieren Sie uns jederzeit:
Peter Kepplinger Leiter des Forschungszentrums Energie der FHV peter.kepplinger@fhv.at +43 5572 792 3801 Valentin Seiler Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Energie der FHV valentin.seiler@fhv.at +43 5572 792 3819