EMBL und Hubrecht-Institut arbeiten an neuer intravitaler Mikroskopieplattform
Prof. Takashi Hiiragi (Hubrecht-Institut), Dr. Robert Prevedel (European Molecular Biology Laboratory, EMBL) und Dr. Lukas Krainer (Prospective Instruments) arbeiten künftig gemeinsam daran, eine neue intravitale Mikroskopieplattform zur Untersuchung der Embryonalimplantation von Säugetieren zu entwickeln.
"Unsere Forschung untersucht, wie Selbstorganisation die Entstehung von Formen und Mustern in frühen Säugetier-Embryonen vorantreibt. Durch die Kombination von Genetik, Mikroskopie, Biophysik, Technik und Modellierung untersuchen wir, wie sich ein scheinbar einfacher Zellhaufen zu organisierten Strukturen entwickelt", erklärt Takashi Hiiragi. "Um die Embryonenentwicklung in der Gebärmutter zu untersuchen, haben wir eine neue interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Prevedel-Gruppe am EMBL Heidelberg und dem Industriepartner Prospective Instruments zum Aufbau des Intravitalmikroskops etabliert. Wir haben jede Mikroskopkomponente ausgiebig getestet, um die Wechselwirkung zwischen Embryo und Uterus zu identifizieren und zu beobachten, und ihr Design optimiert und finalisiert. Der Implantationsprozess für Säugetiere ist weitgehend rätselhaft, und die dynamische Embryo-Uterus-Interaktion und ihre zugrunde liegenden Mechanismen sind wenig verstanden. Dieses neue intravitale Mikroskop wird ein frisches Fenster liefern und möglicherweise die Forschung der frühen Säugetierentwicklung verändern. Glücklicherweise könnte Prospective Instruments das Niveau des anpassbaren Designs bieten, das wir benötigen, um unsere Bildgebungsforschung zu ermöglichen", so Hiiragi.
Lukas Krainer freut sich, "an einem Projekt teilzunehmen, das die Grenzen der Multiphotonenbildgebung durch die Kombination solch unterschiedlicher Bildgebungsmodalitäten erweitert. Seit vielen Jahren unterstützen wir Forscher mit unseren Multiphotonenmikroskopie-Lösungen. Durch die Integration der hochauflösenden optischen Domänenkohärenztomographie (OCT) in ein automatisiertes und benutzerfreundliches System ermöglichen wir es den Forschern, Erkenntnisse aus ihren Proben zu gewinnen, die zuvor nicht möglich waren."