Klosterkomplex aus byzantinischer Zeit in Ägypten entdeckt
Ägyptische Archäologen haben die Reste eines vollständigen Klosterkomplexes aus byzantinischer Zeit an der Ausgrabungsstätte Al Deir in der Provinz Sohag entdeckt. Laut offiziellen Angaben handelt es sich um den umfassendsten Fund dieser Art in der Region, berichtete Kathpress am Freitag. Das vollständig aus Lehmziegeln erbaute Kloster umfasste mehrere rechteckige Gebäude.
Diese verfügten über verputzte Wände mit eingebauten Nischen und enthielten rechteckige Säle, von denen einige an ihrem östlichen Ende Strukturen aufweisen, die als Gebet- und Gottesdiensträume identifiziert werden könnten, heißt es auf der Webseite "La Brújula Verde". An diese Gemeinschaftsräume schlossen sich Gewölbekammern an, die wohl als Einzelzellen für Mönche dienten.
Die Ausgrabungen brachten auch Lagerräume und Zisternen aus rotem Backstein und Kalkstein zum Vorschein, die mit wasserfestem rotem Mörtel beschichtet waren und zur Wasserspeicherung oder zur Unterstützung der wirtschaftlichen Aktivitäten des Klosters dienten. Wichtigste Entdeckung ist eine nach Osten ausgerichtete Lehmziegelkirche von etwa 14 mal zehn Metern. Pilasterfüße im Mittelschiff lassen vermuten, dass der Raum von einer zentralen Kuppel überdacht war.