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Aslan-Studie: Kurz fordert Entschuldigung von Kritikern

08.11.2017

Aus Sicht von Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) habe die externe Prüfung der Studie von Islamforscher Ednan Aslan zu Islamkindergärten in Wien bestätigt, dass kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegt. Er forderte daher eine Entschuldigung der Kritiker bei Aslan und den Beamten.

Wie von seinem Team bereits erklärt wurde, habe es bei der Erstellung der Studie "keine Manipulation" gegeben, das habe die Prüfung bestätigt, betonte Kurz am Rande der ÖVP-Klubsitzung am 8. November. Es liege kein wissenschaftliches Fehlverhalten vor, zeigte sich der Ressortchef "froh" über das Ergebnis - "was wir immer gesagt haben".

Kurz forderte nun, dass sich jene, die versucht hätten, Aslan anzupatzen und auch "massive Vorwürfe" gegen Beamte erhoben haben, Gedanken darüber machen, ob es nicht richtig wäre, sich bei diesen zu entschuldigen. Der ÖVP-Obmann erklärte außerdem: "Sollte ich Bundeskanzler werden, werde ich mit aller Kraft gegen die Fehlentwicklungen in islamischen Kindergärten in Wien vorgehen", denn in diesen Einrichtungen würden Kinder abgeschottet, kritisierte er. Es sei falsch, islamische Kindergärten, in denen Kinder abgeschottet aufwachsen, mit Steuermitteln zu finanzieren, dies sei das Gegenteil von Integration.

Um zu sehen, dass es hier Fehlentwicklungen gebe, brauche es aber gar keine Studie, meinte er weiters. Der Vorwurf der Kritiker sei aber gewesen, dass die Studie manipuliert worden sei und das sei "falsch". Nun solle man nicht andere Themen in den Vordergrund rücken, er habe auch nie den Vorwurf gehört, dass es problematisch sei, eine Pilotstudie zu präsentieren. Gegen Aslan habe es vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) "und anderen fast eine Rufmordkampagne " gegeben. Sie sollten nun nachdenken, wie sie damit umgehen, dass wochenlang etwas behauptet worden sei, das "unrichtig" ist, so Kurz.

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