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Fördersätze pro FH-Studienplatz sollen um zehn Prozent steigen © APA (dpa)
Fördersätze pro FH-Studienplatz sollen um zehn Prozent steigen © APA (dpa)

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Budget - Uni-Budget für 2022-24 steigt auf 12,3 Mrd. Euro

14.10.2020

Die Universitäten erhalten für die Leistungsvereinbarungsperiode 2022 bis 2024 ein Budget von 12,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von - je nach Betrachtungsweise - 1,2 Mrd. bzw. 1,3 Mrd. Euro gegenüber der laufenden Periode 2019 bis 2021. Ebenfalls auf ein Plus von rund zehn Prozent bis 2024 kommen die Fachhochschulen, wo auch die Fördersätze pro Studienplatz erhöht werden sollen. Mehr Mittel sind auch für die Forschung eingeplant.

Laut Finanzrahmen bzw. der F&E-Beilage des Budgets sind für die Unis rund 12,3 Mrd. Euro für die Jahre 2022 bis 2024 eingeplant. Das wäre ein Plus von 1,2 Mrd. Euro oder elf Prozent gegenüber dem vom Parlament 2017 festgelegten Uni-Budget von 11,07 Mrd. Euro für die Jahre 2019 bis 2021. Im Bildungsministerium kommt man aufgrund einer in der Zwischenzeit vereinbarten Änderung bei den BIG-Mieten auf ein effektives Plus von 1,3 Mrd. Euro oder 12,6 Prozent.

Beide Varianten bleiben hinter dem von der Universitätenkonferenz (uniko) angemeldeten Mehrbedarf von 2,1 Mrd. Euro zurück, liegen aber in etwa in der Bandbreite der Steigerungen der vergangenen Perioden: Für 2019 bis 2021 stiegen die Mittel um 13 Prozent, für die Jahre 2016 bis 2018 um sieben Prozent und für 2013 bis 2015 um elf Prozent, jeweils gegenüber der Periode davor.

Steigerung auch bei FH

Auf eine ähnlich hohe Steigerungsrate kommen die Fachhochschulen (FH). Bereits ab 2021 sollen die Fördersätze pro Studienplatz um zehn Prozent steigen. Derzeit erhalten die FH vom Bund pro besetztem Studienplatz je nach Technikanteil des Studiums eine Förderung zwischen 6.970 Euro und 8.850 Euro pro Studienjahr (ausgenommen gesundheitswissenschaftlichen Studiengänge, die von den Ländern finanziert werden, Anm.). Außerdem werden neue Studienplätze geschaffen. Insgesamt steigen die FH-Mittel 2021 um 40 Mio. Euro auf 370 Mio. Euro, bis 2024 ergibt sich ein Zuwachs von 137 Mio. Euro.

Ebenfalls für 2021 bereitgestellt wurden Mittel für die Finanzierung eines "neutralen Semesters" in der Studienförderung. Dadurch verlängern sich Anspruchsdauern etwa für die Studienbeihilfe wegen Studienverzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie.

"Sehr zufrieden" zeigte sich Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Aussendung. An den Unis könne man die neue Universitätsfinanzierung weiterführen und neue Schwerpunkte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sowie Medizin setzen. Die Anhebung der FH-Fördermittel um zehn Prozent sei die "größte betragsmäßige Fördermittelerhöhung in der 25-jährigen Geschichte der Fachhochschulen".

340 Mio. Euro zusätzlich für Forschung

Im Forschungsbereich sollen bis 2024 340 Mio. Euro zusätzlich investiert werden, wobei die genaue Aufteilung erst im Zuge der Umsetzung des neuen Forschungsfinanzierungsgesetzes erfolgen soll. Dieses sieht vor, dass bis Jahresende ein sogenannter FTI (Forschung, Technologie und Innovation)-Pakt stehen muss, der neben inhaltlicher Schwerpunktsetzung auch die Budgets der nächsten drei Jahre enthält. Aus den zusätzlichen 340 Mio. Euro soll auch die geplante Exzellenzinitiative finanziert werden.

"Es ist eine erfreuliche budgetäre Entwicklung, die es uns ermöglicht, das Forschungsfinanzierungsgesetz mit Leben zu füllen", meinte Faßmann. Dieses biete ab nächstem Jahr eine jeweils dreijährige Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Forschungsförderung sowie die Forschungseinrichtungen.

Einen genaueren Einblick enthält das Budget über einzelne Bereiche im Jahr 2021: So soll etwa der Wissenschaftsfonds FWF 267,3 Mio. Euro aus dem Budget bekommen, das sind rund 53 Mio. mehr als im Budget 2020. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG kommt auf 418 Mio Euro, das sind um 84 Mio. Euro mehr als im heurigen Budget - vor allem aufgrund des Konjunkturpakets "Klimafreundliche Technologien für die Zukunft". Die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) würde demnach ein Plus von 20 Mio. auf 137 Mio. aufweisen, das Institute of Science and Technology (IST) Austria einen Zuwachs von 25 Mio. Euro auf 81 Mio. Euro.

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