Bildung

APA

Burgenland-Wahl - Kritik am Ausfallen der Schuldiskussionen

13.12.2019

Dass es vor der Landtagswahl im Burgenland in den Schulen keine Podiumsdiskussionen mit Vertretern der Parteien geben soll, sorgte weiter für Kritik. Bei der Landesschülervertretung war man "empört", die Freiheitliche Jugend zeigte sich "irritiert" und NEOS-Landessprecher Eduard Posch appellierte an Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ), die Diskussionen stattfinden zu lassen.

"Unsere Befürchtungen haben sich mehr als bewahrheitet: Es gibt keine eigenen Diskussionsrunden für die Schülerinnen und Schüler im Burgenland, obwohl es vonseiten der Bildungsdirektion eine Zusage gab", stellte AHS-Landesschulsprecher Pascal Kettenhummer in einer Aussendung fest. Er ortete eine Entscheidung über die Köpfe der Landeschülervertretung und der Schüler hinweg: "Hier wird bewusst politische Einbindung von jungen Menschen unterdrückt."

"Wesentlich für die politische Bildung"

"Schuldiskussionen sind wesentlich für die politische Bildung und Teilhabe am politischen Diskurs von jungen Menschen im Burgenland. Es ist absurd und demokratiepolitisch äußerst bedenklich, dass man den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit verwehren will, sich umfassend zu informieren und in einen direkten Dialog mit Kandidatinnen und Kandidaten zu treten", stellte Posch fest.

Für ihn sei es "gar keine Frage", dass die Bildungsdirektion die Diskussionen vor der Wahl aktiv unterstützen, ja die Schulen geradezu dazu anhalten sollte, so der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Burgenland, Konstantin Langhans. Das Wahlalter sei gesenkt worden, der Landtag organisiere Demokratieoffensiven für die Jugend. "Wenn die Bildungsdirektion für lustige Klima-Demos freigibt, dann dürfte es bei zwei Stunden Schuldiskussionen erst recht kein Zögern geben", so Langhans.

"Dass gerade die Bildungsdirektion den jungen Menschen im Land politische Bildung verwehren will, ist absurd und kann nur parteipolitisch motiviert sein", argumentierten ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf und Jugendsprecher Patrik Fazekas. "Die Schüler sollen die Chance haben, sich selbst eine Meinung zu bilden", forderten die beiden ÖVP-Politiker.

STICHWÖRTER
Wahl  | Landtag  | Regionalwahlen  | Burgenland  | Bez. Eisenstadt  | Eisenstadt  | Politik  | Wahlen  | Burgenland-Wahl  |
Weitere Meldungen aus Bildung
APA
Partnermeldung