Bildung

Die meisten Lehrer zeichneten ein positives Bild vom Homeschooling © APA (AFP)
Die meisten Lehrer zeichneten ein positives Bild vom Homeschooling © APA (AFP)

APA

Fernlehre für Lehrer Chance, Sorge um benachteiligte Schüler

28.05.2020

Lehrerinnen und Lehrer haben den Heimunterricht während der Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie als Chance für sich und ihre Schüler erlebt, vor allem Selbstorganisation und digitale Kompetenzen hätten sich verbessert. Gleichzeitig hatten sie Sorgen, dass die Probleme ohnehin schon benachteiligte Schüler sich in der Zeit ohne Präsenzunterricht vergrößern, zeigt eine Studie der Uni Wien.

Für die nicht repräsentative Studie "Unterrichten unter Covid 19-Bedingungen" hat ein Team um Christiane Spiel und Julia Holzer von der Fakultät für Psychologie im Mai knapp 1.800 Lehrer aller Schultypen aus ganz Österreich befragt. Die meisten Lehrer zeichneten dabei ein positives Bild vom verordneten Homeschooling: Drei Viertel sind nach eigenen Angaben mit den Unterrichten von zu Hause (ziemlich) gut zurechtgekommen, für weniger als jeden Zehnten war der Fernunterricht mit den eigenen technischen Möglichkeiten (eher) nicht umsetzbar.

84 Prozent waren auch (eher) zuversichtlich, den Schülern trotz Distanz den relevanten Stoff gut vermitteln zu können. Bei Schülern, die Probleme haben, glaubte das allerdings nur etwas mehr als jeder Dritte. Besonders schwierig war es für Lehrer einzuschätzen, wie viel Schüler zuhause schaffen. Außerdem gab es Probleme, lernschwächere Schüler mit schlechteren technischen Möglichkeiten ausreichend zu unterstützen.

Viele sehen laut Studie eine Chance in den während der Krise genutzten Methoden und wollen auch künftig digitale Angebote zum selbstständigen Üben und Vertiefen von Lernstoff anbieten. Besonders häufig genannt werden digitale Lernplattformen wie Moodle oder Kommunikationstools wie MS Teams.

Weitere Meldungen aus Bildung
APA
Partnermeldung