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Frankreichs Premier Philippe will Kaderschmiede ENA reformieren

19.02.2020

Die französische Kaderschmiede ENA soll nach dem Willen von Frankreichs Regierungschef Edouard Philippe reformiert und umbenannt werden. Aus der prestigeträchtigen Ecole Nationale d'Administration (Nationale Hochschule für Verwaltung) solle eine Schule des öffentlichen Managements (Ecole du management public) mit erweiterten Aufgaben werden. Das kündigte Philippe kürzlich in Paris an.

Vorausgegangen waren monatelange Debatten über die Zukunft der ENA, zu deren Absolventen Philippe selbst gehört und auch Staatschef Emmanuel Macron. Der 42 Jahre alte Staatspräsident hatte im vergangenen Jahr nach den Dauer-Protesten der "Gelbwesten" sogar angekündigt, dass die ENA abgeschafft werden solle. Die Äußerungen Philippes ließen nun erkennen, dass die Reform weniger radikal ausfallen soll. Für Kritiker ist die ENA eine Ausbildungsstätte für abgehobene Elite-Technokraten.

Die ENA wurde direkt nach dem Zweiten Weltkrieg unter der provisorischen Regierung von General Charles de Gaulle ins Leben gerufen. Ziel war es damals, die Rekrutierung von Spitzenfunktionären für den Staat zu demokratisieren. Ein guter Abschluss bei der ENA öffnet in Frankreich weiter die Türen für die Topetagen in Verwaltung, Diplomatie und Politik.

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