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Französische Elite-Hochschule schafft schriftliche Aufnahmeprüfung ab

26.06.2019

Die französische Elite-Hochschule Sciences Po will ihr Aufnahmeverfahren vereinfachen, um sich für Studenten aus einfachen Verhältnissen stärker zu öffnen. Von September 2021 an müssen die Bewerber keinen schriftlichen Test mehr bestehen, sondern nur noch ein Auswahlgespräch absolvieren, wie der Direktor der Hochschule, Frederic Mion, ankündigte.

Die Vorauswahl der angehenden Studenten soll demnach anhand ihrer schulischen Leistungen, der Ergebnisse beim Baccalaureat (Matura) sowie ihrer Motivationsschreiben erfolgen. "Unser Wunsch ist es, ein transparenteres, effizienteres und gerechteres System zu schaffen, um eine größere Vielfalt zu gewährleisten", sagte Mion der Nachrichtenagentur AFP.

Das Pariser Institut für politische Studien (Sciences Po) ist eine renommierte Universität, an der unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die Frauenrechts-Ikone Simone Veil studierten. Auch andere Hochschulen wie die britischen Universitäten in Oxford und Cambridge haben sich in den vergangenen Jahren bemüht, eine stärker durchmischte Studentenschaft anzuwerben, nachdem sie sich mit dem Vorwurf des Elite-Denkens konfrontiert sahen.

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