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Herbstferien: Für Hammerschmid Wünsche der Schulpartner entscheidend

18.04.2017

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) will sich bei der Zukunft der schulautonomen Tage nach den Wünschen der Schulpartner richten. Bei der Vorbereitung des Schulautonomiepakets hätten sich Schüler, Eltern und Lehrer zuletzt gegen Änderungen ausgesprochen. Sollte sich in den Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf nun doch der Wunsch nach Herbstferien zeigen, sei sie diskussionsbereit.

ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin sei nun eingeladen, eine Stellungnahme zum Begutachtungsentwurf abzugeben. Sollte sich zeigen, dass die Einführung von Herbstferien von mehreren Seiten eingefordert wird, "werden wir das mit unserem Verhandlungspartner ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer natürlich gerne diskutieren", hieß es aus Hammerschmids Büro. Bei der Vorbereitung des Schulautonomiepakets sei der Vorschlag des Ministeriums, etwa anstelle der schulautonomen Tage einheitliche Herbstferien einzuführen, von den Schulpartnern noch abgelehnt worden.

Für die NEOS geht Karmasins Vorschlag "völlig an der Lebensrealität von Familien vorbei", für die ÖVP sei offensichtlich nur das Modell der klassischen Kernfamilie vorstellbar, in der nur ein Elternteil arbeitet. Sie fordern zusätzlich zu einheitlichen Herbstferien eine Verkürzung der Sommerferien von neun auf sieben Wochen.

Lob für Karmasins Modell gab es von der ÖVP-nahen Schülerunion: Mit den Herbstferien werde den Schülern eine dringend notwendige Pause ermöglicht, dass es im Gegenzug weniger schulautonome Tage gibt, sei "ein guter Kompromiss". Morgen, Mittwoch (19.4.), startet die Schülerunion unter ferien.schuelervertretung.at eine Umfrage zu den Herbstferien.

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