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Hilfe aus Österreich für "Ukrainische Katholische Universität"

19.02.2020

Die in Lwiw (Lemberg) beheimatete "Ukrainische Katholische Universität" möchte ihre Zweigstelle in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ausbauen. Aus diesem Grund fand am Sonntag im Wiener Dominikanerkloster ein "Benefiz-Festakt" statt, bei dem 30.000 Euro lukriert werden konnten, wie die Stiftung "Pro Oriente" am Mittwoch laut Kathpress berichtete.

Der Festakt stand unter der Schirmherrschaft von Kardinal Christoph Schönborn, der auch Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich und damit auch für die ukrainischen Unierten ist.

Der Rektor der "Ukrainischen Katholischen Universität", P. Bogdan Prach, bezeichnete in einem Brief an die Teilnehmenden des Benefiz-Abends die Förderung des Standorts der Universität in Kiew als besonderes Anliegen. Dabei stehe vor allem die Begleitung demokratischer Reformprozesse, die Wiederherstellung eines wirksamen Systems kollektiver Sicherheit und nachhaltigen Friedens in der Region, die innere Konsolidierung der ukrainischen Gesellschaft und die Stärkung der europäischen Ausrichtung der Landesentwicklung im Mittelpunkt.

Derzeit 1.822 Studierende

Die Katholische Universität spiele eine wichtige Rolle in der Transformation der ukrainischen Gesellschaft, betonte Alexander Scherba, ukrainischer Botschafter in Österreich. Als Bewohner von Kiew wünsche er sich, dass die Katholische Universität auch in der Hauptstadt eine starke Präsenz aufbaut.

Die Festrede hielt am Sonntag der griechisch-katholische Metropolit von Philadephia Borys Gudziak. Er ist zugleich auch Präsident der "Ukrainischen Katholischen Universität". Die Ukraine werde sich verändern, sagte der Metropolit von Philadelphia, das werde auch Auswirkungen auf die Nachbarschaft haben, "auch Weißrussland und Russland können sich verändern".

Die "Ukrainische Katholische Universität" ist eine nicht auf Profit hin ausgerichtete Universität, die keine staatlichen Zuwendungen bekommt und sich vor allem durch die Unterstützung privater Förderer finanziert. Derzeit gibt es 1.822 Studierende in sechs Fakultäten, elf Bachelor-Studienprogrammen, 19 Master-Studienprogrammen, 22 Instituten und Zentren. Der Standort Kiew wurde im Dezember 2016 eröffnet.

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