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Hintergrund: Das neue Schulentwicklungsprogramm (SCHEP)

13.05.2020

In den nächsten zehn Jahren sollen rund 2,4 Milliarden Euro für Neubau, Erweiterung und Sanierung von AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) aufgewendet werden. Das sieht das neue Schulentwicklungsprogramm (SCHEP) vor, das am Mittwoch den Ministerrat passierte.

Neue Schulbauprogramme werden ca. alle zehn Jahre vorgelegt. Mit ihnen soll der erwarteten Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Bezirken Rechnung getragen werden. So entstehen Schulneubauten etwa vor allem dort, wo es zu Bevölkerungszuwächsen gekommen ist bzw. diese erwartet werden. Dementsprechend finden sich im neuen Plan Neubau-Pläne vor allem in Wien, Linz und Graz sowie im Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt.

Gleichzeitig gilt aber wie schon bisher der Grundsatz "Ausbau vor Neugründung bzw. Neubau" - das heißt, dass primär bestehende Standorte erweitert werden sollen. "Neue Ausbildungsinhalte sollen nach Möglichkeit an bestehenden Standorten eingegliedert werden und eher keine neuen Schulgründungen verursachen", heißt es im Plan.

Festgehalten ist auch, dass es zu keiner weiteren Erhöhung der AHS-Quoten kommen soll - also des Prozentsatzes jener Schüler, die nach der Volksschule an die AHS wechseln. "Der Ausbau von Standorten der AHS-Langform bzw. die Gründung einer neuen AHS-Langform ist künftig an die Voraussetzung gebunden, dass die Schulbesuchsquote in der Region unverändert bleibt und der Anstieg der Schüler/innen bzw. Klassenzahlen ausschließlich auf ein demografisches Schüler/innen-Mehr zurückzuführen ist."

Das neue SCHEP baut auf seinem Vorgängerprogramm von 2008 auf - vom damals genehmigten Kostenrahmen von rund 2,3 Milliarden Euro wurden bisher rund 90 Prozent (2,1 Milliarden Euro) realisiert. 198 Projekte sind fertiggestellt,16 Projekte befinden sich in der Bauphase.

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