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Das österreichische Gesetz stammt aus einer Zeit ohne heiße Juni-Wochen © APA (dpa)
Das österreichische Gesetz stammt aus einer Zeit ohne heiße Juni-Wochen © APA (dpa)

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Hitze - "Hitzefrei" in der Schule gibt es nicht

27.06.2019

Auch wenn die Temperaturen in diesen Tagen steigen - an den Schulen gibt es kein "hitzefrei" ab einer bestimmten Temperatur. Allerdings kann laut Schulzeitgesetz in extremen Fällen die zuständige Schulbehörde höchstens drei Tage freigeben.

Trotz der momentanen Hitzewelle stellt sich die Frage an den österreichischen Schulen derzeit eher nicht. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland steht am 28. Juni schon die Zeugnisverteilung an, auch im Rest Österreichs sind die Notenkonferenzen bereits beendet und das Schuljahr im Austrudeln.

Das österreichische Schulzeitgesetz stammt noch aus einer Zeit ohne ständig heiße Juni-Wochen. Da anders als in vielen anderen Staaten im Juli und August größtenteils ohnehin schulfrei ist, verzichtete man auf eine Hitzefrei-Regelung. Stattdessen gibt es eine eher allgemein gehaltene Bestimmung: "Bei Unbenützbarkeit des Schulgebäudes, in Katastrophenfällen und aus sonstigen zwingenden oder aus im öffentlichen Interesse gelegenen Gründen kann die zuständige Schulbehörde höchstens drei Tage oder der zuständige Bundesminister die unumgänglich notwendige Zeit durch Verordnung schulfrei erklären." Für Pflichtschulen existiert eine fast wortgleiche Regelung, allerdings sind hier die Länderstellen zuständig.

Gedacht ist diese Regelung etwa für Wasserschäden und Ähnliches, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Bildungsministerium. In Extremfällen könnte diese auch bei großer Hitze zur Anwendung kommen, wenn der Aufenthalt im Schulgebäude dadurch unzumutbar werde. "Nur" Hitze reicht aber nicht - zumal bei einer Schulfrei-Erklärung für die Eltern Betreuungsprobleme entstünden.

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