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Österreich soll zu einer "digiNation" werden, so UBIT-Obmann © APA (dpa)
Österreich soll zu einer "digiNation" werden, so UBIT-Obmann © APA (dpa)

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In Österreich fehlen rund 10.000 hochqualifizierte IT-Fachkräfte

31.01.2019

In der heimischen Wirtschaft fehlen rund 10.000 hochqualifizierte IT-Fachkräfte, sagte Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT), im Rahmen der Präsentation des "IKT-Statusreports 2019". Die Nachfrage nach IT-Arbeitskräften steige, vor allem in der Industrie, und dieser Mangel könne nicht gedeckt werden.

Daher spricht sich der Verband für deutlich mehr Ausbildungsplätze im Informatikbereich an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen (FH) aus. Von der Bundesregierung fordert er zudem eine klare Vision und Standortpolitik für den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), damit Österreich zu einer "digiNation" werden kann. "Es braucht eine spezielle und nachhaltigere Stärkung der Informatik", sagte Harl. Dies auch, damit sich Österreich international behaupten kann. "Wir müssen an die IT-Spitze."

UBIT strebt 5.000 Ausbildungsplätze pro Jahr an

"Wir müssen ausreichend Plätze zur Verfügung stellen, damit Interessenten überhaupt die Möglichkeit bekommen zu studieren", sagte Martin Zandonella, UBIT-Fachgruppen-Obmann Kärnten und Berufsgruppensprecher IT. In etwa 5.000 Ausbildungsplätze pro Jahr strebt der UBIT an, so Harl. Derzeit gebe es rund 1.000 Plätze an Universitäten und weitere 1.000 Ausbildungsplätze an den FHs in Österreich.

Zudem müsse die Rate der Studienabbrecher, also die Drop-Out-Quote, bei den Informatik-Studierenden drastisch gesenkt werden. Im unteren und mittleren Ausbildungssegment gebe es im IT-Bereich keinen großen Mangel mehr an Arbeitskräften, so Harl. Was fehle, seien Spitzenkräfte mit abgeschlossenem Master- und Doktoratsstudium, die "Vordenker" im IT-Bereich. Im Studienjahr 2016/17 lag die Drop-Out-Quote bei Masterstudien an Universitäten bei rund 56 Prozent, die Fachhochschulen schneiden mit einer Abbruch-Quote von knapp 17 Prozent deutlich besser ab, zeigen die Daten des "IKT-Statusreports".

Frauenanteil soll steigen

Wichtig ist dem UBIT auch die Steigerung des Frauenanteils in IKT-Studien. Während insgesamt mehr als 50 Prozent der Studierenden an Universitäten und FHs Frauen sind, liegt der Frauenanteil in Studienrichtungen des IKT-Bereichs nur bei rund 20 Prozent. Angestrebt wird ein Frauenanteil von rund 40 Prozent. Hier gibt es also noch Entwicklungs-Potenzial.

Um mehr Frauen für IT-Studien zu begeistern, braucht es vor allem mehr Rolemodels, die weiblichen Jugendlichen die Ängste und Hemmungen vor dem Fach Informatik nehmen, sagte Martina Gaisch, wissenschaftliche Leiterin des Diversity Managements an der FH Oberösterreich. Zudem sei es notwendig, die Vielfalt der möglichen Berufsfelder für Informatik-Absolventinnen stärker sichtbar zu machen und den Fokus weg vom "engen Berufsbild des Coders hin zu digitalen GestalterInnen der Zukunft" zu lenken.

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