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Industrie: Fachhochschul-Ausbau ist richtiger Lösungsansatz gegen Fachkräftemangel

23.01.2019

„Die Industrie begrüßt es sehr, dass nun ein FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan vorliegt, der die bildungspolitische Erfolgsgeschichte der Fachhochschulen fortschreibt“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich des Ministerrat-Beschlusses zur künftigen strategischen FH-Entwicklung am heutigen Mittwoch. Mit den zusätzlichen 1.000 Anfänger-Studienplätzen mit Schwerpunktsetzung im technischen MINT-Bereich werde einer zentralen bildungspolitischen Empfehlung der Industrie Rechnung getragen und Vorgaben im Regierungsprogramm umgesetzt. Der beabsichtigte Ausbau sei eine wirkungsvolle Maßnahme, um den Mangel der heimischen Industrie an hochqualifiziertem Personal entgegenzuwirken, insbesondere im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) sowie Digitalisierung. „Damit werden definitiv die richtigen Weichen für einen bedarfs- und zukunftsorientierten Ausbau des Sektors gestellt. Wesentlich ist, dass eine nachhaltige Finanzierung der Maßnahmen – auch über die aktuelle Legislaturperiode hinaus – sichergestellt ist“, so der IV-Generalsekretär.

Jede 6. Stelle für MINT-Hochqualifizierte bleibt im produzierenden Bereich unbesetzt

Aus Sicht der Industrie sei wichtig, dass Schwerpunkte auf folgende Bereiche gelegt werden sollen: auf die Entwicklung von bundesfinanzierten dualen Studiengängen, auf eine abgestimmte Profil- und Schwerpunktsetzung innerhalb und zwischen den Hochschulsektoren sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Industrie. Positiv sieht die Industrie zudem die Möglichkeit von gemeinsamen Doktoratsprogrammen zwischen Fachhochschulen und Universitäten. „Die IV hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich für einen Ausbau des Sektors eingesetzt – aus einer bildungs- und wirtschaftspolitischen Notwendigkeit heraus“, so Neumayer. Denn aktuell bleibe jede 6. Stelle für MINT-Hochqualifizierte im produzierenden Bereich unbesetzt. „Unternehmen sind derzeit mit akuten Rekrutierungsschwierigkeiten konfrontiert, die sich künftig weiter verstärken werden. In Österreich werden bis 2023 rund 50.000 neue MINT-Jobs entstehen, mehr als 28.000 davon im IKT-Bereich“, erklärt der IV-Generalsekretär. Die fortschreitende Digitalisierung werde zu einer weiteren Anspannung bei der Rekrutierungssituation für österreichische Unternehmen führen.

Anteil der Studierenden im FH-Sektor signifikant weiter erhöhen

„Gerade vor diesem Hintergrund ist aus Sicht der Industrie eine vorausschauende Politik im (Aus)bildungssystem unerlässlich, um ausgezeichnet qualifiziertes Personal für die Jobs der Zukunft sicherzustellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Innovationsstandorts abzusichern. Wir wollen und müssen als Land weiter stark auf Innovation und Technologie setzen und den Weg hin zum ‚Innovation Leader‘ beschreiten, deshalb brauchen wir mittelfristig ein Plus von 20 Prozent bei den Absolventinnen und Absolventen von MINT-Fächern“, betont Neumayer. In diesem Zusammenhang werde auch dringend angeraten, die jüngsten OECD-Empfehlungen zu berücksichtigen und den Anteil der Studierenden im FH-Sektor signifikant zu erhöhen.

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