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Krise in der Türkei stellt Austauschprogramme in Frage

19.06.2017

Die Krise in der Türkei stellt akademische Austauschprogramme mit dem Land zunehmend in Frage. Nach vorläufigen Daten des Akademischen Austauschdienstes (DAAD) reisten im vergangenen Jahr aus Deutschland nur rund 60 Wissenschafter für einen Hochschulaufenthalt in die Türkei, wie der Sender MDR berichtete. Zwei Jahre zuvor seien es noch 260 gewesen.

Einen drastischen Einbruch gab es demnach auch bei den Erasmus-Studenten. Die Zahl der Teilnehmer an dem europäischen Austauschprogramm in der Türkei habe sich innerhalb von zwei Jahren auf nur noch gut 1.200 im vergangenen Jahr halbiert, berichtete MDR Aktuell weiter.

Erasmus ist eines der größten wissenschaftlichen Austauschprogramme in der EU. Der DAAD verwies zur Erklärung des massiven Rückgangs auf den Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 sowie auf mehrere Anschläge in dem Land. Zudem gab es dort seither eine massive Welle von Verhaftungen und Entlassungen, von denen auch Hochschulen betroffen sind.

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