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Lehrer streiken in Tschechien für mehr Gehalt

06.11.2019

Mit einem eintägigen Streik haben Lehrer in Tschechien für bessere Arbeitsbedingungen gekämpft. An fast 4.000 Schulen sei der Unterricht am 6. November ganz oder teilweise ausgefallen, teilte der Gewerkschaftsverband CMOS mit. Die Arbeitnehmervertreter fordern zehn Prozent mehr Grundgehalt.

Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und sozialdemokratischer CSSD hatte zuletzt ein Plus von acht Prozent angeboten und weitere Verhandlungen abgelehnt.

Die rund 150.000 Lehrer in Tschechien verdienen nach offiziellen Angaben im Schnitt umgerechnet rund 1.400 Euro im Monat. Unter den 36 OECD-Staaten liegt das Land damit am unteren Ende der Lohnskala, wie aus Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervorgeht.

Gewerkschaftschef Frantisek Dobsik kritisierte, dass einzelne Schulleiter Streikteilnehmern mit dem Entzug von Zulagen gedroht hätten. Ministerpräsident Andrej Babis hatte mit Unverständnis auf den angekündigten Warnstreik reagiert. "Die Lehrer hatten im Leben noch nie so viel Geld", sagte der Unternehmer und Multimilliardär im tschechischen Rundfunk.

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