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Gleichgewicht anhand eines Seilakrobatikakts erklären © APA (AFP)
Gleichgewicht anhand eines Seilakrobatikakts erklären © APA (AFP)

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Linzer Uni lockt Kinder mit "Zirkus des Wissens" auf den Campus

21.11.2019

Die Linzer Johannes Kepler Universität will nicht auf Maturanten warten sondern schon kleineren Kindern mit dem "Zirkus des Wissens" einen attraktiven, spielerischen Zugang zur Wissenschaft bieten. Alt-Rektor Richard Hagelauer finanziert das Projekt anlässlich seiner Emeritierung mit drei Millionen Euro aus angesparten Drittmitteln seiner Abteilung. Als "Zirkuszelt" fungiert ein neues Holzgebäude.

"Bei Themen wie Naturwissenschaften und Technik muss man früh beginnen, Begeisterung zu erzeugen", sagte Rektor Meinhard Lukas im APA-Gespräch nach einer Pressekonferenz in Linz mit seinem Vorgänger Hagelauer sowie dem Architekten Maximilian Luger. Bei der Initiative zur niederschwelligen Wissensvermittlung gehe es um den Zauber des Wissens und die Magie der Erkenntnis. Man wolle den Forschergeist der Sechs- bis 15-Jährigen ansprechen und etwa Physik auf einfachem Niveau einmal ganz anders vermitteln. Gedacht ist das Projekt für Jung und Alt, für die ganze Familie.

Unterstützung durch Clowns und Akrobaten

Die Welt werde sich in den Räumlichkeiten am Campus für bis zu 300 Besucher analog und digital präsentieren, Clowns, Artisten, Akrobaten und Schauspieler werden den Wissenschaftern der JKU dabei in Kooperationen unter die Arme greifen. Lukas schwebt zum Beispiel vor, Gleichgewicht anhand eines Seilakrobatikakts zu erklären. Auch die Bildungsdirektion sei an Bord. Es werde ein laufendes Programm geben und buchbare Formate für Schulen.

Für den Bau des multifunktionalen Holzgebäudes im Hof des Schlosses Auhof auf dem Uni-Gelände sind zwei Mio. Euro veranschlagt, der Entwurf sei mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt. Eine Mio. Euro diene als Anschubfinanzierung für das Programm. "Wir sehen einen Auftrag darüber hinaus als Bildungsinstitution", sagte Lukas. Man wolle sich um Förderungen bemühen und Geld aus dem Uni-Budget einbringen. Das "sehr ambitionierte Ziel" sei, mit dem Ars Electronica Festival, das erstmals auf dem Gelände der Universität stattfinden wird, im September 2020 den Betrieb im Zirkus zu starten, sagte Lukas. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Bis zur Fertigstellung soll das Programm im "Zirkus des Wissens" stehen.

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