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MENTORING - Ausbildung und Aufgabenprofil der Mentor/innen in der neuen Lehrer/innenbildung: Richtlinien und Qualitätsstandards

21.01.2019

Am Freitag, 18.01.2018 fand in Salzburg in Kooperation mit der Universität Salzburg eine Veranstaltung der Plattform LehrerInnenbildung statt. Vertreterinnen und Vertreter der Plattform diskutierten gemeinsam mit Andreas Schnider vom Qualitätssicherungsrat, mit LehrerbildnerInnen, Studierenden und VertreterInnen der Bildungsdirektionen aus ganz Österreich zum Thema Mentoring über das Aufgabenprofil der Mentorinnen und Mentoren in der neuen LehrerInnenbildung sowie über Richtlinien und Qualitätsstandards. Die wesentlichen Erkenntnisse des produktiven Austausches im Rahmen dieses Symposiums lassen sich wie folgt resümieren:

Besonderer Bedarf besteht aktuell bei allen Beteiligten an begrifflicher Klarheit über Mentoring, an mehr und gezielter Information über die tatsächlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Grundlagen sowie über das professionelle Profil der MentorInnenrolle. Als Mentorinnen und Mentoren wird jene zukünftige Berufsgruppe bezeichnet, die ab Herbst 2019 Berufseinsteigerinnen und -einsteiger in der Induktionsphase, also im ersten Berufsjahr begleiten.

Mentorinnen und Mentoren spielen eine ganz wesentliche Rolle für einen gelingenden Berufseinstieg von Lehrerinnen und Lehrern und für die ganze erste Berufsphase, wie wir aus zahlreichen Studien der Lehrerbildungsforschung wissen. Mit der Ausbildung und dem Einsatz von Mentorinnen und Mentoren ist eine neue Profession im Entstehen. Ein klares Aufgabenprofil ist noch zu entwickeln. Diskutiert wurde, dass die Ausbildung zur Mentorin bzw. zum Mentor eine neue Qualifizierungsmöglichkeit im Lehrberuf bzw. über diesen hinaus darstellt. Es bedarf entsprechender Rahmenbedingungen, die dieses neue Berufsbild und entsprechende Karriereschritte ermöglichen. Ohne Attraktivität dieser neuen Rolle droht sie von Beginn an nur eine ungeliebte Funktion in der neuen LehrerInnenbildung zu werden. Damit Lehrpersonen Mentoring auch als persönliche Chance ergreifen, braucht es Möglichkeiten der berufsbegleitenden Supervision für MentorInnen, Zusammenarbeit und Vernetzung über die einzelne Schule hinaus und nicht zuletzt die entsprechende Anerkennung für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Eine fundierte Ausbildung, eine tragfähige Kooperation der an der Ausbildung beteiligten Hochschulen und Universitäten und ein reichhaltiges Angebot an berufsbegleitenden Weiterbildungsmöglichkeiten im Sinne des Professionalisierungskontinuums – so der Tenor der im Rahmen der Veranstaltung stattgefundenen lebhaften Diskussion – sei die Grundlage für die erfolgreiche Erfüllung der Mentoringaufgaben. Da Mentoringaufgaben zu übernehmen eine Führungsaufgabe sei, müsse die Förderung der dafür erforderlichen Kompetenzen und der zu entwickelnden Rahmenbedingungen als eine gemeinsame Aufgabe aller verantwortlichen Institutionen betrachtet werden. Hochschulen und Universitäten, Bildungsdirektionen und das Bildungsministerium und vor allem auch die Schulen und Schulleitungen sind daher aufgerufen, an einem Strang zu ziehen und produktive Lösungen für die noch offenen Fragen zu finden.

Gefragt sind gut ausgebildete Mentorinnen und Mentoren, die mit den unterschiedlichen Anforderungssituationen umgehen und Berufseinsteigerinnen und -einsteiger kompetent begleiten können und wollen – darüber war man sich am Ende der Plattformveranstaltung einig.

Für die Plattform LehrerInnenbildung

Elisabeth Amtmann, Pädagogische Hochschule Steiermark,

Ruth Mateus-Berr, Universität für angewandte Kunst Wien,

Ilse Schrittesser, Universität Wien,

Martin Steger, Johannes Kepler Universität Linz.

Für die School of Education, Universität Salzburg Ulrike Greiner und Franz Hofmann.

Rückfragehinweis:
   Univ.Prof. Dr. Ilse Schrittesser (ilse.schrittesser@univie.ac.at) 
   Tel.: 01/427760021
   
   Theresia Pantzer (theresia.pantzer@univie.ac.at)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemapparie/31900/aom

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