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Medizinstudium: Rektoren begrüßen Rechtssicherheit

17.05.2017

Die Universitätenkonferenz (uniko) begrüßt die "Rechtssicherheit in einer für Österreich kritischen Situation" durch die Einstellung des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Österreich wegen der Medizinquoten durch die EU-Kommission. Die betroffenen Unis seien erleichtert, so Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien und Mitglied des uniko-Präsidiums.

Bei der Zahnmedizin, wo die Kommission entschieden hat, dass Österreich die Quote aufheben muss, müssten sich die Medizin-Universitäten bis 2019 "auf die neue Situation vorbereiten", so Müller.

Für Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, belegt die Entscheidung zur Medizinerquote, "dass wir immer mit Augenmaß und Hausverstand handeln. Solide Fakten und Sachargumente werden sich im Rahmen des geltenden EU-Rechts immer durchsetzen". Die Kommission habe anerkannt, dass die Quote "für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden öffentlichen Gesundheitswesens in Österreich sachlich gerechtfertigt und nicht unverhältnismäßig ist". Österreich habe die mit über mehrere Jahre erhobenen Zahlen und Fakten belegen können.

Begrüßt wurde die Beibehaltung der Quotenregelung auch in Tirol. Es werde damit endlich Rechtssicherheit hergestellt und man habe sich Strafzahlungen in Millionenhöhe erspart, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP), und weiter:"Angesichts der im ärztlichen Bereich bevorstehenden Pensionierungswelle wäre Tirol ansonsten mittelfristig mit einem Ärztemangel konfrontiert worden."

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